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In der Dichtung beginnt alles mit einem Alphabet – und Bruno Montané Krebs (Valparaíso, Chile 1957) bestätigt dies, indem er dieses Heft der Zukunft mit der ersten von vier Sektionen, Fragmente eines kleinen Wörterbuchs, eröffnet: 18 Gedichte, die den Klang einer Symphonie erproben, die mit dem vielversprechenden Gedicht „Die Zukunft“ endet. Im wei... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
In Christine Johanna Seidenstickers Gedichtband Die Anwesenheit von Dingen überlagern sich Landschaften und Erinnerungen, äußere Wahrnehmung und innere Erfahrung. Die Gedichte führen an Küsten und durch Gebirge, zu verlassenen Orten und in vertraute Räume. Sie erzählen von Nähe und Entfernung, von Aufbruch und Verlust, von der Frage, was bleibt. Im... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Schwebfracht heißt das Lyrikheft mit Texten des Leipziger Dichters Philipp Schulz-Mews. Herkunft ist Schwebfracht. Winde transportieren Sediment. Ungreifbare Erinnerungen werden aufgewirbelt, mitgetrieben und bestimmen kratzend die Gegenwart. Die Form versucht, die schwebende Konsistenz dieser Fracht zu erhalten. In diesem Fall ist das eine Kindhei... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
„Zwei Pärchen, die im selben Haus wohnen und feststellen, dass sie zufällig dieselben Vornamen haben. Zwei Touristen, die gemeinsam durch Prag ziehen, nachdem sie sich zufällig im Frühstücksraum ihres Hotels kennengelernt haben. Oder der titelgebende Text Der gelbe Hut von Mister Biller: Ein Mann schnappt sich ebenjene Kopfbedeckung vom Garde... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
„Hausers Gedichte könnte man wie Schreie in einer kargen, ja vielleicht feindlichen Welt verstehen. Schreie, die aus dem Boden sprießen wie widerständige Blumen, deren Bewegungen eine mögliche Hoffnung verheißen für das, was Menschsein sein könnte. Jedenfalls zeigen sich diese Gedichte wie widerständige, zarte und oftmals stechend scharfkanti... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
In der ZDF aspekte-Sendung zur Frankfurter Buchmesse wird auch Petr Šesták mit seinem Roman Ausgebrannt vorgestellt. Hier sieht man ihn durch Prag radeln und über sein Buch sprechen. Der Beitrag beginnt bei Min. 41:50. http://www.zdf.de/play/reportagen/aspekte-106/buecher-buchmesse-frankfurt-100... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
„In Jazra Khaleeds Gedichten ist der Körper kein Land, wie es bereits im Titel heißt. Der Körper wird stattdessen zum Schauplatz des Nachdenkens, des Vergleichens und der Gewalt. Genozid, Faschismus und Nationalismus zeichnen die Ränder der Gewalt, die sich in Körper einschreibt“, schreibt Kevin Junk in einer Besprechung von Mein Körper... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
„Die ersten Zeilen geben den Takt vor, öffnen den Blick: ‚im Stich gelassen/ stehe ich an der Kante der Landungsbrücke/ beobachte, wie die Trossen eingeholt werden/ und das Schiff langsam ablegt/‘. Vor uns liegen Gedichte, ineinanderfließend, aufeinanderfolgend; ohne einordnende Überschriften, auch lesbar als Langgedicht. Sieben J... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Wenn Traditionen und Transformationen, Privates und Politisches, Krisen und Kriege sprachlich erkundet werden – die von Julia Miesenböck und Veronika Siska herausgegebene Anthologie Die Wale in mir wurden kleiner gibt Einblick in das Werk von 16 tschechischen Lyriker:innen der jüngeren Generation. Mit Texten von Elsa Aids, Zofia Bałdyga, Anna Bloch... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
„In Ausgebrannt schickt Petr Šesták einen Fahrradkurier durch eine Stadt voller Autos und anderer Hindernisse. Die Wutrede des Ich-Erzählers steigert sich zu einer Hasstirade, die sich bald gegen die ganze Welt richtet. Ein radikaler und bitter-böser Roman“, den Holger Heimann für WDR3 Westart bespricht. „Petr Šestáks Erzähler adr... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
„Die Geister von Taipeh ist ein Roman in sechs Erzählungen, die sehr geschickt über wiederkehrende Hauptfiguren miteinander verknüpft sind. Zunächst liest man jede Erzählung einzeln und merkt erst nach und nach, dass viele Figuren nicht nur in einer, sondern in mehreren Geschichten auftreten. Sie alle erzählen von unglücklichen Todesfällen und dara... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
In Artur Beckers achtem Gedichtband Frankfurter Serenade geht eine Stadt durch ihre eigenen Träume: über den Main, durch Sachsenhausen und das Bahnhofsviertel, vorbei an Hotels, Bars, Friedhöfen, Heiligen, verlorenen Liebenden und unruhigen Gespenstern. Frankfurt wird hier zur Bühne einer wilden, zärtlichen und hellwachen Dichtung, in der Exil und ... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Über die dokumentarische Lyrik von Grzegorz Kwiatkowski und den Auftritt seiner Band Trupa Trupa in Berlin schreibt Tobias Lehmkuhl in der FAZ: „Als Artist in Residence sichtet Kwiatkowski Zeitzeugendokumente an dem der Universität Yale angegliederten Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies. Dort lagern 4400 Videos von Interviews mi... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Das Hörbuch doch das ende war hell von Alke Stachler umfasst alle Texte ihres gleichnamigen Gedichtbands. Das Album, das auf CD und als Download in Kooperation von parasitenpresse und gebrauchtemusik erscheint, ist jedoch weit mehr als nur ein vorgelesenes Buch. Zusammen mit dem Musiker und Produzenten Alexander Moeckl komponiert Alke Stachler aus ... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Sünje Lewejohanns neuer Band wenn jemand fragt, sage ich: alles ist ruhig versammelt Gedichte über eine anhaltende Trauer, einen sich erinnernden Körper und über sich wandelnde Nähe. In diesen Texten wird der Körper zur Landschaft, zur Karte, zum Archiv. Er trägt, was war. Er reagiert, noch bevor ein Wort fällt. Trauer ist hier kein kurzer … ... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Im neunten Teil des Kalendariums von Adrian Kasnitz fadet der Sommer aus. Gehen wir noch einmal schwimmen? Bevor der Herbst beginnt, sind noch ein paar Sachen zu erledigen, ein paar Listen abzuarbeiten. Tiere nisten sich ein, Stacheln holt man sich selbst. Wird der Tropfen nun wieder Fluss oder Wolke? Das Kalendarium ist ein Langzeit-Projekt mit ... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
„Keine Wortkorrektur / keine Umschweife / bewusst Mehrdeutigkeiten / vermeiden“, diese komplexe bis widersprüchliche Sprachwelt bestimmt Roland Schapperts Texte. Er feilt unaufhörlich an seinen Wortkonstellationen, liebt echte Polyvalenz und bestreitet bloß vorgeschobene Alternativen ebenso wie vermeintliche Alternativlosigkeit. Der Wunsch nach Urs... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Mit Gips legt die Berliner Dichterin Kathrin Bach ihren ersten größeren Gedichtband vor (nach dem Lyrikheft Schwämme). Ihre Texte sind eine Einladung, die Zartheit und Verletzlichkeit der Welt mit voller Wucht zu erleben und die Sprache als den Anker zu begreifen, der sie sein kann. Den fein gearbeiteten Sprachgebilden stellt sie Collagen zur Seite... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Wer wissen will, welche Romane heute Interesse erwecken und gelesen werden, wird in diesem Buch fündig. Wer sich einen Überblick über die Lesemotivationen verschaffen möchte, die bei der Lektüre von Romanen eine Rolle spielen, findet hier die wichtigsten beschrieben. Wer sich einen Eindruck davon verschaffen möchte, wie Romananfänge und die Erwartu... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Mein Körper ist kein Land ist eine Auswahl neuer Gedichte des Athener Dichters Jazra Khaleed, die Peter Constantine ins Deutsche übertragen hat. Das Individuum und die zersplitterte unterprivilegierte Klasse stehen einem kapitalistisch-faschistischen System gegenüber, das auf der ökonomischen Ausbeutung der Welt fußt. Natur, Körper, Sein – ni... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
„‚Pamphlet Roman Allegorie‘ lautet die Gattungsbezeichnung von Petr Šestáks Ausgebrannt. Alles trifft zu, denn der wütende Text bemüht sich auf den ersten Blick nicht sonderlich um ein ausgewogenes Bild der Situation im großstädtischen Straßenverkehr, und auch als Allegorie auf unser Zusammenleben taugt er gut. Zum hochinteressant... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
In einer Zeit, in der Städte versinken und Vororte brennen, kann der Schreibende nicht nur staunend am Rande stehen. Thomas Möhlmann schreibt sich einen Weg in eine bewohnbare und lebenswerte Zukunft und holt sich Verstärkung bei einer Vielzahl illustrer Vorgänger:innen und zeitgenössischer Inspirationsquellen. Familie, Liebe, Politik: Alles, was W... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Die chilenische Dichterin Esther Margaritas fürchtet sich nicht vor den Elementen: Die Schriftstellerin und Trans-Aktivistin stellt Begehren und Tod in den Mittelpunkt der Textualität dieser gesammelten Gedichte (2016–21) – und daraus wächst eine Wut, die stolz, queer, körperlich, politisch und erotisch existenziell ist. Diese Meeresspalte ist Lieb... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
„In Enno Stahls neuem Roman, der Dystopie Menschmaschinen, hat die globale Entwicklung alles fest im Griff. Mitte der 2050er Jahre erstreckt sich ein gewaltiges Städtekonglomerat von Köln bis Dortmund. Über 20 Millionen Einwohner werden von Säureregen überzogen, von Werbedrohnen und Überwachungstechnik lückenlos erfasst. Europa ist politisch ... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
In der Sendung Twist bei arte kann man zur Zeit ein Portrait von vier Künstler:innen sehen – Mátyás Dunajcsik, Simone Atangana Bekono, Franciska Legát, Lukas Rietschel und Toxische Pommes -, die in Amsterdam, Berlin, Budapest, Görlitz und Wien über das Erstarken der rechten, rassistischen Populisten und die Konsequenzen für ihr künstlerisches... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Die Texte in So macht die Sonne die Nacht hat Bárbara Belloc im engen Austausch speziell für diesen Band zusammengestellt. Seit meinen ersten Begegnungen mit Bellocs Lyrik, bereits Anfang der 2000er, fasziniert mich die emotionale Wucht ihrer Texte. Sie sind sehr sinnlich und unmittelbar, in ihrer Bildhaftigkeit fast greifbar. Gerüche spielen eine ... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Unsere Reihe mit Literatur aus Südamerika und der spanischsprachigen Welt setzen wir fort mit dem Gedichtband Zur Unzeit Winter von Valeria Correa Fiz. Von Beziehungen handelt dieses Buch, von lebendigen, brüchigen, gestörten Beziehungen, von der Unmöglichkeit in Beziehung zu, auf jemanden (oder etwas) zu leben und es doch zu versuch... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
„Der tschechische Autor Petr Šesták schickt einen zornigen Fahrradkurier auf einen langen Bewusstseinsstrom durch die Straßen einer anstrengenden Großstadt. Er habe ein Logistikunternehmen, erklärt der Ich-Erzähler sarkastisch und meint damit sich selbst und sein Fahrrad, mit dem er sich durch eine Großstadt kämpft (wir dürfen uns Prag vorste... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
In der aktuellen Ausgabe des Bonner Stadtmagazins Schnüss (6/2026) findet sich ein Besprechung des Romans schlaglichter von Lisa Sommerfeldt. „Natürlich gibt es Hauptfiguren, die immer wieder auftauchen, wie Meret, eine Sängerin, unglücklich verheirat, vier Kinder. Nach der Trennung von ihrem Mann schafft sie es nicht, in ihren Beruf zurückzu... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
„Das ist schon einfach Empowerment, ich will über meine Krankheit sprechen, über meine Angst sprechen, in meiner Sprache“, sagt Mira Mann über die Gedichte der Angst im wunderbaren Interview mit Sascha Ehlert in Das Wetter. Magazin für Text & Musik (17/2019).... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Zu drei Veranstaltungen bei der Frankfurter Buchmesse laden wir euch herzlich ein. Am 16. Oktober und am 17. Oktober haben wir zwei Verlagsabende, einmal im Café Rabe, bei dem mehr Lyrik im Mittelpunkt steht, und einmal im Hotel Libertine, bei dem es mehr um Prosa geht. Außerdem stellen wir auf der Leseinsel der unabhängigen Verlage … ... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
„Eine große Familie gründen, trotzdem erfolgreich im Beruf zu sein und sich die Care-Arbeit teilen: Im Hörspiel Gehen lernen nimmt sich ein Paar viel vor. Viel Spaß in der Realität“, schreibt Stefan Fischer in der Süddeutschen Zeitung über die Hörspielfassung von Lisa Sommerfeldt, in der wir auf Meret, Lorenz und ihre vier Kindern aus d... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Die neuen Gedichte der griechischen Dichterin Danae Sioziou führen in „mögliche Landschaften“, die sich zwischen antiken Motiven und modernen Leben aufspannen. Sie beschreiben eine Generation junger Menschen auf der Suche nach einem Ort, setzen sich mit Freunden, Familie, Eltern auseinander und spüren das Dunkle auf, die Bedrohung und V... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Mit Bis der Name verschwindet liegt zum ersten Mal ein Gedichtband der kolumbianischen Dichterin Catalina Garcés Ruiz in deutscher Übersetzung von Maia Traine vor. Die Texte basieren auf einem Kinderspiel, das Garcés Ruiz in einer poetischen Selbstauskunft als eine der Ablenkungen ihrer Kindheit beschreibt, in dem sie den „eigenen Namen sooft... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Die vielleicht absurdeste Resonanz der Buchmesse fanden Thomas Empl und Thomas Podhostnik in der heute-Sendung (vom 21.3.24). Ihre Lesung bei der Langen Leipziger Lesenacht in der Moritzbastei wurde gefilmt und fand Eingang in den Beitrag. Zu sehen sind sie in den letzten fünf Sekunden! Wer sie beide ausführlicher zusammen erleben möchte, kann das ... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Die Erzählungen der in Halle lebenden Schriftstellerin Christine Hoba berühren Alltag und Traum, Geschichte und Fiktion, Sinnliches und Übersinnliches. Da begegnet uns kein verklärender Blick zurück auf Kindheit und Jugend. Aber auch die Figuren in der Gegenwart sind zerrissen, nicht zum Aufbruch bereit. Selbst die Topographie hat einen Anteil an d... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Mati Shemoelofs neuer Gedichtband Das kleine Boot in meiner Hand nenn ich Narbe, aus dem hier erstmals eine Auswahl in deutscher Übersetzung vorgestellt wird, enthält im hebräischen Original fünf Poeme, welche die Geschichte seiner Familie über mehrere Generationen hinweg in Form einer lyrischen Erzählung dokumentieren. Innerhalb der Poeme bildet j... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
„In seinem Buch Der gelbe Hut von Mister Biller betrachtet Adrian Kasnitz mit großer literarischen Sensibilität die Komplexität menschlicher Begegnungen und all das, was sie mit sich bringen: Erinnerungen aus der Vergangenheit, ambivalente Gefühle und unangesprochene Konflikte. Mit einer Sammlung von zwölf Stories erzählt der Autor von der za... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
„Mit dem vorliegenden, aus dem Hebräischen [von Gundula Schiffer] mustergültig übertragenen Band Das kleine Boot in meiner Hand nenn ich Narbe hat Mati Shemoelof in fünf Abschnitten über die Geschichte seiner Familie geschrieben – und über die Gegenwart“, schreibt Nils Jensen im österriechischen Literaturmagazin Buchkultur (Nr. 21... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com
Im Journal-Roman Neue Sachlichkeit von Tobias Schulenburg versucht ein bald nicht mehr junger Künstler, durch die Tage zu kommen, indem er sie beschreibt – auch, wenn die Tage manchmal gar nicht so viel hergeben. Zuerst auf kleinem Fuß in Köln lebend, verschlägt es ihn bald für Schreibaufträge nach Bielefeld, Berlin und Münster. Dort wird er …... mehr auf parasitenpresse.wordpress.com