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Wie wir es doch lieben, alles in Kategorien einzuteilen. Mit unserem Bestreben, alles in Schubladen zu stecken, haben wir eine sehr starre Einteilung zwischen Kräutern, Gemüsepflanzen, Nahrungspflanzen und Wildkräutern entwickelt. Obwohl solche Kategorien ihren Zweck erfüllen, kann ein zu starres Einhalten sehr begrenzend wirken. Wir haben dann ein... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Jeder Mensch erschließt sich die Welt aus einem persönlichen Blickwinkel, was dieses Wissen nicht schmälert. Jeder Mensch begreift das Leben auf der Grundlage kleiner persönlicher Ereignisse. Die eigene, unmittelbare Erfahrung ist das, was zählt. Nur wenn wir uns auf das stützen, was wir wissen und was wir erlebt haben, können wir uns in größere Zu... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Ich könnte nicht auf dieser Welt leben, wenn ich nicht glauben, nicht spüren könnte, dass sich ab und zu ein Spalt öffnet und irgendein Glück hindurchlässt, dass es dem Glück also gelingt, von wer weiß woher zu kommen und in unserem Leben und in der Geschichte Eingang zu finden. Ich weiß nur, dass das Glück, […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Wer kann schon verhindern, dass seine Erinnerungen sich überlagern und vermischen und man nicht mehr weiß, welcher Teil des eigenen Lebens den Erzählungen oder Erlebnissen anderer entstammt, was gelesen oder anhand von Fotos erinnert und was wirklich das eigene Leben ist. (Joel Haahtela: Der Schmetterlingssammler) vermischte erinnerungen an sonntag... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Ich wagte nie, ihm eine meiner tausend Fragen zu stellen, die sich bei seinem Anblick in meinem Kopf drängten, sondern war zufrieden, daß das Leben immer noch voller unerklärlicher Kuriositäten war, und zwar nicht in exotischer Ferne, sondern gleich hier um die Ecke. (Rafik Schami: Lottospieler in: Loblied und andere Olivenkerne) keine | klein... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Für viele Menschen ist die Schönheit eines Gartens genauso wichtig wie der Ertrag […] und es gibt keinen Grund, warum einige Bäume, Sträucher und Kräuter wegen ihrer Schönheit und nicht wegen ihres essbaren Ertrages gewählt werden sollten. Es können auch reine Zierpflanzen miteingefügt werden. Das Gleichgewicht zwischen Nahrung und Schönheit kann v... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Heute Nachmittag sind wir wieder stundenlang herumgelaufen, die Sonne wärmte noch,und der Himmel war postkartenblau, und auf den Wegen liegt das welke Kastanienlaub fußhoch.Wir sind durch fremde Gärten gestapft, ich wußte bisher nicht,wie schön der Herbst ist. Oder hatte ich es nur vergessen seit dem letzten Jahr?(Brigitte Reimann: Ich bedaure nich... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Darüber hinaus können wir empfehlen, alle Pflanzen, die überhaupt in unseren Breitengraden wachsen, zu säen und anzupflanzen, soweit dies persönlichen Wünschen entspricht. Es wird sehr schnell sichtbar, was gut gedeiht und sich durchsetzt. So erhalten Sie eine natürliche Auslese, die keineswegs durchgehend mit den Weisheiten der wissenschaftlichen ... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Der Astronaut Eugene Cernan […] hatte diesen Blickwechsel als Umkehrerfahrung formuliert: »Wir wollten den Mond erforschen, aber tatsächlich entdeckten wir die Erde.«(Joachim Krause: Buckminster Fullers Vorschule der Synergetik in: Richard Buckminster Fuller: Bedienungsanleitung für das Raumschiff Erde und andere Schriften) im september haben wir a... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Kinder haben ein eigenes Lebenstempo und brauchen viel Zeit, um die »Vielfalt an Wahrnehmungen aufzunehmen und einzuordnen« und sie schließlich mit »ihren bisherigen Erfahrungen zu vernetzen«, schreibt der Pädagoge Armin Krenz über die Bedeutung von Zeit für die Entwicklung von Kindern. […] Um lernen zu können, brauchen sie einen Alltag, der ihnen ... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
(…) und der Augenblick kam, sich bewußt zu werden, daß sich ein wirkliches Hochgefühl nicht an die Tage hält, an denen man es erwartet. (Christa Wolf: Nachdenken über Christa T.) mein geburtstagsbrunch mit all den lieben und vielen gästen war wunderbar. und doch stellte sich das hochgefühl des tages nicht im trubel der feierlichkeiten ein, […... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Undenkbar ist für mich ein politisches Engagement, das nicht immer die Tür offenhält für die Ankunft des Glücks. Undenkbar ist für mich eine Medizin, die auf Heilung abzielt und die Mittel gegen körperliche Schmerzen vernachlässigt, oder eine Organisation der Arbeit, die Freundschaftsbeziehungen mit Füßen tritt, eine Schule, wo die Erwachsenen nich... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Ich finde es äußerst frustrierend, wenn ein Tag mir entgleitet und ich am Abend das Gefühl habe, daß viele der Möglichkeiten, die in ihm schlummerten, unverwirklicht geblieben sind. Auf einem Bauernhof hat Arbeit einen klaren, eindeutig erkennbaren Effekt. Wenn man etwa Kartoffeln ausgräbt, sieht man das Resultat der Erntearbeit; der Acker gibt sei... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
ein Morgen so frisch wie das Wasser im Gesicht-S-P-Ä-T-S-O-M-M-E-R--F-R-Ü-H-H-E-R-B-S-T-Tage, an denen sich die Jahreszeiten kreuzen, ein Tag, an dem man doch sitzen und den Tag, die aufgehende Sonne bewundern müsste(Melinda Nadj Abonjo: Schildkrötensoldat) spät | sommermomente im august: [1] die paprikablüte ist ausgesprochen hübsch;[2] das l... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
„Ich pflege hier eine ästhetische Demokratie“, sagte Judd über sein Lebensprojekt, zu dem außer den Kunstausstellungen auch die Sanierung alter Gebäude, der Handel mit den Rindern, ein Architekturbüro, eine Druckerei, Wohnungen für Gäste, Künstlerateliers und eine Kindermalschule zählen. „Wir machen so viele verschiedene Sachen. An einem Tag bauen ... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Pfff. Hawaii oder Kuźnice! Wenn du den Himmel nicht in dir trägst, suchst du ihn vergeblich in Hawaii oder sonstwo. (Janosch: Polski Blues) und wenn ich einen regenbogen suche, muss ich nicht auf den nächsten sonnen-schauer warten, sondern gucke einfach in meinen mangoldkasten. fortlaufend erntete ich in diesem jahr die bunten blätterstiele. als zu... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Diese Frau is a Kinstlerin, was Gemiese und Blumen anbelangt, weil wann Sie sehen möchten, wie hibsch alles dort bliht in Garten, scheener kann sich das kein Kinstler ausdenken, sie nehmen ihr sofort. Weil solange wie der Mensch in sein Garten selber Gemiese kann pflanzen, muß er nich verhungern. Wer so a Frau bekommt, is […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Karl hatte so im Laufe seines Lebens immer wieder einmal zwei Pflanzen, die er in Töpfen zog, mit denen ihn eine Art Freundschaft verband. So etwa seit zehn Jahren eine Agave und eine Art Kaktus, die er als ganz kleine Pflanze an einem seiner Lieblingsplätze auf der Welt ausgegraben hatte. Er stellte sie im Sommer […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Wenn die Tage reife Früchte sind, was will ich mehr vom Leben? (Doris Bewernitz: Wo die Seele aufblüht. Warum ein Garten glücklich macht.) als die sommertante im september vergangenen jahres zu besuch war, brachte sie aus ihrem garten mehrere kleine paprikaschoten mit. in der (ungewissen) hoffnung auf einen eigenen paprikastrauch, hob ich ein paar ... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Herbsttag | Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. | Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, | und auf den Fluren lass die Winde los. | Befiehl den letzen Früchten voll zu sein; | gieb ihnen noch zwei südlichere Tage, | dränge sie zur Vollendung hin und jage | die letzte Süße in […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Ich aber freue mich, daß wir zusammen auf derselben schönen Erde wohnen und reiche Ihnen die Hand in die Ferne. (Paula Becker an Rainer Maria Rilke: Briefwechsel) dass ich diese zwei kleinen gurken ernten konnte, habe ich dem gärtnerfreund zu verdanken: als ich im frühsommer meine vorgezogenen pflanzen erstmalig auf den balkon stellte, um sie [R... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Wie Reichtümer will ich die Bilder in mir aufbewahr’n, | Den Duft und diese Helligkeit einfangen | Als Reiseproviant und so den langen | Dunkleren Tagen dankbar und getrost entgegenfahr’n. (Reinhard Mey: Sommerende) und dann noch dank für all die kräuter und würzigen pflanzen, die in töpfen und in kästen, in holzkisten und in blechdo... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Als ich sie im Frühling aussäte, war es kalt. Ich musste die Sämlinge in kühlen Nächten mit Hauben schützen, sie wässern, mulchen und umhegen. Irgendwann schien die Sonne wärmer, die Hauben wurden unnötig, die Rübchen wuchsen zu richtigen Pflanzen heran, ihre rot-grünen Blätter spreizten sich auf und unter ihnen erschienen kleine Verdickungen. Mit ... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
wer hätte gedacht, dass in einer bohne ein ganzer wald verborgen ist. zweimal im jahr pflanze ich buschbohnen. einmal im frühjahr und einmal im spätsommer. die getrockneten samen stecke ich in die erde, wässre sie gut und schon nach wenigen tagen werden ganze erdbrocken von den keimlingen beiseite geschoben. in kürzester zeit wächst auf unsrem [... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Ich habe immer ein Ei in Reserve, sinnierte Sven, für den Fall, daß ich mehr Farbe anrühren muß. (John Berger: Mann und Frau, unter einem Pflaumenbaum stehend) eine große freude war in diesem sich dem ende zuneigenden monat das balkongärtchen (in dem mir so manche tomatenpflanze schon über den kopf wächst [1o]), welches auch für […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Und da hatte er recht, daß alles schön war, wenn Sonntag war. Die Bienen flogen rum, die Zechen standen still, die Luft war nicht so verpestet wie in der Woche. […] Es roch nach Hühnerdreck, Ziegen und Blüten; Autos fuhren keine, und die Sonne schien. Man durfte sich das gar nicht alles auf einmal ansehn, […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Als du sehr klein warst, lebten wir einmal mit einem außergewöhnlich hässlichen kleinen Jungen zusammen, der ganz und gar nicht hässlich war. Er liebte jeden einzelnen Augenblick seines Lebens, selbst den letzten, und Schmetterlinge waren seine Freunde. (…) Außerdem war er es in gewisser Weise, der uns Dinge beibrachte. Selbst wenn er einfach nur a... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Herbstpsalm Lob dir, du Sonnenverschwender und Goldverstreuer, | Du Farbenerfinder und Früchteschenker. | Schwer bist du von Gaben, die du uns freigebig zuwirfst, | Die fleißige Pflücker sorgsam in Körbe sammeln. || Lob dir, wenn auf den Höhen schwerflügelig die Windmühlen gehn, | Kartoffelfeuerfahnen über die Felder ... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Nichts geht verloren, sagt er, alles, was du je gesehen hast, ist immer bei dir. (John Berger: Mann und Frau, unter einem Pflaumenbaum stehend) heute: *der garten in der frühen morgensonne [1], den ich ausnahmsweise nicht gießen muss, da es in der letzten nacht wohl geregnet hat. *die gurkenpflanze, die mich heute morgen mit geöffneten […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Das, was ein Ort erzählt, sind die Erfahrungen, die er zulässt. (Elke Krasny: Architektur beginnt im Kopf) so beispielsweise der garten der schwiegereltern: das kartoffelkäfersuchen mit dem schwiegerpapa (beliebte beschäftigung nach dem mittagessen vor einigen jahren). an einem spätnachmittag in diesem sommer, das gemeinsame bearbeiten eines streif... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Für mich besteht die einzige Erholung im Schlendern oder Liegen im Grase, in der Sonne, wobei ich die winzigsten Käfer beobachte oder auf die Wolken gaffe. (Rosa Luxemburg im Gefängnis) im sommer kann mich eigentlich nur wenig von meinem balkongarten weglocken (sie merken es an meiner längeren abwesenheit an dieser stelle). hier kann ich wolken, [&... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Hatte übrigens irgendeiner von uns früher schon Malven gekannt? Ich meine: wirklich gekannt? Gewußt, das Malven, »Stockrosen«, an die richtige Stelle gesetzt – in den Küchenwinkel hinter dem Haus zum Beispiel, in den Windschutz und die Vormittagssonne –, zu übermannshohen Pflanzen mit mächtigen Blüten werden? Und, jede einzige, Dutzende von Blüte... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Tatsachen! An Tatsache halten. Und darunter in einer Klammer: Aber was sind Tatsachen? Die Spuren, die die Ereignisse in unserem Innern hinterlassen. (Christa Wolf: Nachdenken über Christa T.) die ersten freuden des juli habe ich aus dem südwesten der republik mitgebracht, wo der liebste und ich eine woche weilten. der gang durch den garten der [... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Woraus entsteht, woraus erwächst denn Selbstvertrauen? Klingt es zu simpel, wenn man sagt: aus gemeinsamer Tätigkeit, in der man die anderen und sich selbst kennenlernt? (Christa Wolf: Der Worte Adernetz. Essays und Reden) vor einem monat fand der zweite teil des kräuterworkshops mit burkhard bohne statt. dieses mal ging es vor allem um die ernte [... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Nicht sich selbst einbauen, sondern die Erde bewohnbar machen, ein Dach decken, ein Haus instand setzen, auch wenn man jeden Tag daran denkt, daß es in wenigen Jahren zerstört werden könnte. Nun gerade Blumen säen, dachte ich dieses Frühjahr, und säte viel mehr als sonst, nun gerade Bilder an die Wand hängen, sagten wir uns, […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
»Einen verregneten Sommer haben wir«, sagte Birk. »Aber es wird wohl besser werden.« (Astrid Lindgren: Ronja Räubertochter) oh ja, einen verregneten und stürmischen juli, den hatten wir hier in berlin auch (auch wenn man es den photos gar nicht ansieht). doch regen bringt ja bekanntlich segen und brachte auch die ein oder andere julifreude mit [... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Wir schrieben ein Manifest zu den vielen ungenutzten Ressourcen in unseren Städten: leer stehende Häuser, vergessene Orte oder weggeworfenes Essen. Wir riefen auf, dieses ungenutztes Potenzial als freies Spielfeld zu begreifen. Es existiert ein ganzes System von freien Ressourcen wie ein paralleler, versteckter Stadtteil – der Hidden Borough.... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Heimat ist gewiß kein objektiver Tatbestand. Vielmehr läßt mich eine Fülle von Empfindungen mit einem Ort, einer Landschaft heimatlich verbunden sein, weil ich in ihr […] mitmenschliche Erfahrungen gemacht habe, die mein Leben bestimmt – und waren es gute Erfahrungen oder wenigstens überwiegend befriedigende -, es glückhaft bestimmt haben. (A... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Vielleicht bin ich als Gärtnerin einfach ungeeignet, das Wirtschaftswachstum zu befördern? Es muss mit der Zufriedenheit zusammenhängen. Ich […] frage mich, was eigentlich passieren würde, wenn die Menschen schon vor dem Einkaufen zufrieden wären. Vielleicht würden sie dann nur noch das kaufen, was sie wirklich brauchen? Butter und Salz zum Beispie... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Dabei war es doch gerade dieses Wechselverhältnis zwischen der Begabung Einzelner, die die Gruppe aufschreckten, und den in der Gruppe lebendigen Leitbildern, die den Einzelnen anregten, was die Stadt, nicht allein in ihrer klassischen Exemplaren, charakterisierte. (Alexander Mitscherlich: Die Unwirtlichkeit unserer Städte. Anstiftung zum Unfrieden... mehr auf dietauschlade.wordpress.com