Tag lokalgeschichte
Die Erklärung liegt in der Stadtgeschichte: Der Wedding lag bis 1861 außerhalb Berlins. Als im 19. Jahrhundert immer mehr innerstädtische Friedhöfe an ihre Grenzen stießen, verlagerten Kirchengemeinden ihre Begräbnisstätten gezielt in die damaligen Randlagen – und der Wedding war genau so ein Ort. Begräbnisse am Stadtrand Bereits ab dem frühen 19. ... mehr auf weddingweiser.de
Der Wandel von der Straße vor der Stadt zur städtischen Magistrale steht beispielhaft für die Urbanisierung des Weddings im 19. Jahrhundert. Eine Straße entsteht Um 1800 wurde aus dem alten Heerweg nach Ruppin eine der ersten gepflasterten Fernstraßen Preußens: die Chaussee nach Oranienburg, später Müllerstraße genannt. Ihr schnurgerader Verlauf du... mehr auf weddingweiser.de
Manche Namen sind offiziell, andere historisch, andere sind einfach hängengeblieben. Der Wedding kürzt ab, verdreht, übersetzt ins Berlinische, hält an alten Namen fest oder gibt Orten neue Namen, weil die offiziellen zu lang, zu glatt oder zu weit weg vom Alltag klingen. Manchmal steckt ein Stück Stadtgeschichte dahinter. Manchmal auch nur trocken... mehr auf weddingweiser.de
Am Sonntag, 13. September, wird der Garten der Weddinger Inspektor Villa zum kleinen Marktplatz. Beim Boutique-Flohmarkt „Krempel de Luxe“ bieten rund 25 Privatleute von 12 bis 17 Uhr aussortierte Schätze, Erbstücke und Kuriositäten an. Das Angebot reicht von Kleidung und Schuhen für Kinder und Erwachsene über Schmuck, Bücher, Schallplatten und Spi... mehr auf weddingweiser.de
Der Tag des offenen Denkmals steht 2026 berlinweit unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Im Wedding passt das besonders gut: Mehrere Veranstaltungsorte waren einst Teil der Verkehrs-, Industrie- oder sozialen Infrastruktur Berlins. Heute dienen sie als Kulturorte, Wohnungen oder Nachbarschaftstreffpunkte. Die Teilnahme ist grun... mehr auf weddingweiser.de
Wer am Nordufer sitzt, über die Fennbrücke geht oder an der Schleuse Plötzensee wartet, sieht sie im Sommer regelmäßig: Ausflugsschiffe, die gemächlich durch den Wedding fahren. Viele kommen aus der Innenstadt, andere aus Tegel oder Spandau. Der Wedding ist zwar kein Zentrum der Berliner Ausflugsschifffahrt, liegt aber an einer wichtigen Route: Run... mehr auf weddingweiser.de
Wer am Wochenende plötzlich hohes Fieber bekommt, beim Gemüseschneiden abrutscht oder sich seit Stunden fragt, ob dieser Schmerz nicht doch ärztlich untersucht werden sollte, landet im Wedding häufig an der Heinz-Galinski-Straße 1. Hinter dem Pförtnerhäuschen geht es über das weitläufige Gelände ins Hauptgebäude, wo sich die Notaufnahme und die Not... mehr auf weddingweiser.de
Der Plötzensee ist für viele Menschen im Wedding und Gesundbrunnen ein Lieblingsort. Heute sorgen vor allem die Ufer für Diskussionen. Vor über 30 Jahren lag das Problem ganz woanders, nämlich im Wasser selbst. Am 9. September 1992 erklärte das Berliner Fischereiamt in einer großen Zeitung, Faulschlamm habe zum Umkippen des Plötzensees geführt. Gem... mehr auf weddingweiser.de
Im ersten Teil haben wir schon erfahren, dass seit mehr als 160 Jahren an der Müllerstraße Arzneimittel hergestellt werden. Das heutige Bayer-Gelände ist das letzte große lebende Relikt der klassischen Weddinger Industrie. Zugleich hat kaum ein anderes Unternehmen die Stadtgestalt rund um den Weddingplatz so stark verändert Wie Schering den Wedding... mehr auf weddingweiser.de
Seit mehr als 160 Jahren werden an der Müllerstraße Arzneimittel hergestellt. Das heutige Bayer-Gelände ist damit nicht nur ein bedeutender Forschungs- und Produktionsstandort, sondern auch das letzte große lebende Relikt der klassischen Weddinger Industrie. Zugleich hat kaum ein anderes Unternehmen die Stadtgestalt rund um den Weddingplatz so star... mehr auf weddingweiser.de
Das eine liegt zwischen Trümmerbergen und altem Baumbestand, das andere ist Zeuge der saturierten 1980er-Jahre: Die Weddinger Freibäder Humboldthain und Seestraße erzählen unterschiedliche Kapitel der Berliner Stadtgeschichte. Während das Sommerbad Humboldthain 2026 seinen 75. Geburtstag feiert, ist das Kombibad Seestraße ein Kind der West-Berliner... mehr auf weddingweiser.de
Für alle Menschen in Berlin eine gute und und gleichzeitig bezahlbare Wohnung anzubieten, das war schon immer eine große Aufgabe. Heute versucht man sich an ihr mit der wachsenden Stadt; vor einem halben Jahrhundert hieß eine Lösung die flächensanierte Stadt. Ein Beispiel dafür im Wedding ist das Brunnenviertel. Heinrich Suhr ist einer der Stadt... mehr auf weddingweiser.de
Der Künstler Franz Albert lebte in den späten Siebzigern am Gesundbrunnen, einem toleranten Stadtteil im Schatten der Mauer, aber durchaus mit alternativer Subkultur. Das alte Berlin mit seinen dem Abriss preisgegebenen Altbauten war auch noch zu erleben. Hier seine Erinnerungen: 1976 entfloh ich mit siebzehn der sozialen Enge einer saarländischen ... mehr auf weddingweiser.de
Prächtige Gerichtsgebäude gibt es in Berlin genug - viele sind sogar vom gleichen Architektenteam geplant worden. Meistens in barocker Formsprache, nur eines sticht heraus: Das Amtsgericht Wedding, das an einem riesigen Platz liegt und in spätgotischen Formen daherkommt. Es ist der Albrechtsburg in Meißen nachempfunden - und ist bis heute das präch... mehr auf weddingweiser.de
Durch Kreuzberg fließt der Landwehrkanal, Friedrichshain entspannt am Spreeufer - aber dass man im Wedding auch schön am Wasser sitzen kann, wissen nur wenige Berliner. Neben dem natürlich entstandenden Plötzensee und dem Fluss Panke verfügt der Wedding auch über ein bedeutendes künstliches Gewässer, das dem Ortsteil fünf Kilometer "Wasserlage" bes... mehr auf weddingweiser.de
An einem sonnigen Nachmittag sitzen ein paar Spaziergänger auf den flachen Steinen an der Uferpromenade. Kinder balancieren über die kleinen Betonmauern, Jogger ziehen ihre Runden, und auf einer Bank blinzelt ein älterer Herr in die Sonne. Es ist friedlich hier im Nordhafenpark – und die meisten ahnen nicht, dass sie sich an einem Ort mit bewegter ... mehr auf weddingweiser.de
Der Podcast-Boom ist wahrscheinlich für die meisten unübersehbar, oder eher unüberhörbar. Überall sprießen neue Formate aus den Mikrofonen, von Abenteuer-Podcast, Technik-Podcasts, bis zu den Podcasts der ZEIT, erlebt dieses schon lange existierende Unterhaltungsformat gerade einen Boom. Aber Stopp! Auch aus dem Wedding kommt seit letztem Sommer... mehr auf weddingweiser.de
Nicht alle haben spitz aufragenden Türme, die das Stadtbild beherrschen. Sie sind manchmal ganz unscheinbar. Und wie alles im Wedding sind auch die Kirchen oft ganz anders als das, was man landläufig unter Sakralbauten versteht. Die ländlichen Siedlungen rund um den Siedlungskern am Vorwerk und rund um den Gesundbrunnen besaßen keine eigenen Kirche... mehr auf weddingweiser.de
Zwischen Baustelle, Mini-Eiffelturm und viel guter Laune: Ende März wird es im Wedding wieder ein bisschen französisch. Das Centre Français de Berlin lädt am 28. März zur Petite Fête des Francophonies – einer kleinen, aber feinen Reise durch die frankophone Welt. Wer die großen Ausgaben der Fête kennt, erinnert sich vielleicht an bunte Stände, Musi... mehr auf weddingweiser.de
Dass der Mauerfall an der Bösebrücke - und damit direkt an der Grenze zum Wedding - seinen Ausgang nahm, ist allgemein bekannt. Doch was passierte am nächsten Tag? Aus Anlass des 35-jährigen Mauerfalljubiläums lassen wir Bernd Schimmler als Zeitzeugen berichten. Den Text haben wir aus seinem Buch entnommen. Die Entwicklung in der DDR wurde sehr auf... mehr auf weddingweiser.de
Im Wedding lohnt sich manchmal ein zweiter Blick. An der Ecke Afrikanische Straße / Swakopmunder Straße erinnert, etwas zurückgesetzt, ein schlichter Stein mit einem Portraitrelief an Friedrich Ebert, den ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik. Der Standort gehört zur denkmalgeschützten Friedrich-Ebert-Siedlung, einem Wohnquartier der späte... mehr auf weddingweiser.de
1964 endete die Ära der Straßenbahn im Wedding - vorerst. Die historische Ringlinie 3 besaß durch die Teilung der BVG schon seit 1951 einen West- und einen Ostast. Beide Äste begannen bzw. endeten an der Osloer Straße / Grüntaler Straße. Ab dem Mauerbau 1961 war für die Ost-Linie 3 schon vor der Bösebrücke Schluss, wo 1962 an der Björnsonstraße ein... mehr auf weddingweiser.de
Letzte Woche gab es großes Erstaunen bei Passant:innen: Am ehemaligen Vereinshaus von Hertha BSC, dem ‘Hertha BSC-Domizil’, haben Abrissarbeiten begonnen. Dieser Ort, der 1971 vom Verein als Gebäude übernommen wurde, war einst ein zentraler Treffpunkt für Spieler, Verantwortliche und Fans. Nach dem Verkauf des Hertha-Sportplatzes 1974 und nach jahr... mehr auf weddingweiser.de
In der Mitte der baumbestandenen Allee fühlt man sich wie in einem eleganten Heilbad. Helle Gebäude flankieren die ruhige Straße, Wege laden zum Spaziergang und weiße Holzbänke zum Sitzen ein. Nur ab und zu fährt ein Krankenwagen vorbei und hält an einer der Auffahrten. Ganz klar: Das hier ist zwar Wedding, aber ganz anders als die quirligen Straße... mehr auf weddingweiser.de
Das Nordufer des Plötzensees umsäumten lange die kirchlichen Friedhöfe. Neben der Weddinger St. Paul Gemeinde bestatteten dort die Moabiter St. Johannis- und die Heilandsgemeinde sowie die Kaiser Friedrich-Gedächtnis-Gemeinde aus dem Hansaviertel. Jetzt läuft als Einleitung der Entwidmung für den letzten Friedhof die Pietätsfrist. Und dann? St. Joh... mehr auf weddingweiser.de
Genau 80 Jahre nach ihrem Tod im KZ Ravensbrück wird eine von den Nationalsozialisten verfolgte Frau mit einem Straßennamen geehrt: Der bisherige Nettelbeckplatz heißt künftig Martha-Ndumbe-Platz. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte beschloss die Umbenennung bereits im Januar, am 12. Oktober trat sie offiziell in Kraft. Am Samstag, den 18... mehr auf weddingweiser.de
In der Ödnis des Weddings Innerhalb weniger Jahre, von Herbst 1897 bis Sommer 1900, entstand die zunächst als Königlich Preußisches Institut für Infektionskrankheiten bezeichnete Einrichtung unter Leitung von Dr. Robert Koch am Nordufer. Gegründet 1891, hatte es zuvor ein Gebäude in der Nähe der Charité als provisorischen Institutsstandort. De... mehr auf weddingweiser.de
Am 25. Januar 2026 jährt sich der Geburtstag von Hans Coppi zum 110. Mal. Geboren wurde er am 25. Januar 1916 in der Hochstraße im damaligen Stadtteil Gesundbrunnen, der wenige Jahre später Teil des Bezirks Wedding wurde. Seine Mutter Frieda Coppi (geb. Schön, 1884–1961) war Schneiderin, sein Vater Robert Coppi (1882–1960) Maler, spezialisiert auf ... mehr auf weddingweiser.de
Der Pankekiez zieht sich entlang des gleichnamigen Flüsschens vom Weddingplatz im Süden bis zur Badstraße im Norden. Dazwischen liegen Orte mit Geschichte und Gegenwart: die Gerichtstraße, das frühere Obdachlosenasyl "Wiesenburg" als Denkmal und Kulturort, das Amtsgericht Wedding als markanter schlossartiger Bau, die Uferhallen und Uferstudios als ... mehr auf weddingweiser.de
Was hat acht Ecken und Platz für sieben? Ganz klar: Die öffentlichen Bedürfnisanstalten aus der Kaiserzeit, von denen einige die Zeiten überdauert haben. Im Wedding gab es zuletzt zwei, inzwischen nur noch eine. Wir verraten euch, was es damit auf sich hat. Männer und Jungs, die an Bäume oder Häuserwände pinkelten, waren schon im Kaiserreich ein öf... mehr auf weddingweiser.de
Der Wedding ist klar eingeteilt – ein paar Kieze, einige Parks, Plätze, fertig. So lautet oft das Klischee vom grauen Arbeiterviertel am Rand der Innenstadt. Aber wer sich ein bisschen umschaut, merkt schnell: Hier wächst, blüht und lebt es an jeder Ecke. Der Wedding ist kein Betonmeer, sondern ein wilder, grüner Dschungel voller versteckter Schätz... mehr auf weddingweiser.de
Die Müllerstraße war einmal das Rückgrat eines urbanen Lebensgefühls im Wedding – eine Straße, die mehr war als nur Verkehrsachse oder Einkaufsort. In den Kommentaren zu unserem ersten Artikel wurde deutlich: Wer hier aufwuchs, lebte, arbeitete oder einkaufte, hat mehr als nur Erinnerungen – er oder sie trägt ein Stück Stadtgeschichte in sich. Simo... mehr auf weddingweiser.de
Wer sich mit dem Wedding näher beschäftigt, der kennt sicher das Buch "Der Wedding - Auf dem Weg von Rot nach Bunt". Das 2006 erschienene Buch ist das Standardwerk für Weddingkenner. Geschrieben hat es die Kunsthistorikerin und Weddingerin Gerhild Komander, die ihr umfangreiches Wissen auch in Vorträgen und in Kunstgesprächen weitergibt. Frau Koman... mehr auf weddingweiser.de
Wer durch die beiden Torbögen an der Müllerstraße tritt, lässt für einen Moment den Lärm der Hauptstraße hinter sich. Zwischen Backsteinfassaden und alten Bäumen öffnet sich ein Gelände, das seit Generationen ein Ort der Hilfe, Pflege und Begegnung ist: das Paul-Gerhardt-Stift. Vom Kreuzberg in den Wedding Gegründet wurde das Paul-Gerhardt-Stift am... mehr auf weddingweiser.de
Hier lässt sich der Wedding ziemlich gut aushalten. Eigentlich ist der Schillerpark ein Park im Doppelpack. Die Barfusstraße schneidet ihn in zwei Hälften, die sehr unterschiedlich funktionieren. Südlich der Barfusstraße liegt der repräsentativere Teil: breite Wege rund um die große rechteckige Spielwiese, die steinerne Bastion mit einem klassische... mehr auf weddingweiser.de
Liebe Autor:innen von Wikipedia, bitte nehmt unter Berlin-Gesundbrunnen und/oder Berlin-Wedding das Jüdische Krankenhaus auf. Nach auf den heutigen Tag genau 110 Jahren kontinuierlicher Existenz im Wedding sollte diese Einrichtung wirklich nicht fehlen. Hier ein paar Fakten und die bewegte Geschichte, die für sich sprechen. Deutlich weniger Planung... mehr auf weddingweiser.de
Straßennamen prägen unseren Alltag – oft, ohne dass wir über ihre Herkunft nachdenken. Doch manche Namen tragen eine Geschichte, die von Unterdrückung und Kolonialismus erzählt. Nach jahrzehntelangem Einsatz von Initiativen und Anwohnenden erinnern nun vier Gedenkstelen im Wedding an diese Zusammenhänge: Drei im „Afrikanischen Viertel“, die die neu... mehr auf weddingweiser.de
“Mensch, die ist ja leise!”, wunderte sich ein Weddinger, als am 14. Oktober 1995 die damals neue Niederflur-Straßenbahn über die Bösebrücke in Richtung Louise-Schroeder-Platz fuhr, schrieb damals die Zeitschrift Signal. Es handelte sich um die erste Strecke, die nach 1967 im Westteil Berlins wiedereingerichtet wurde. 2,7 Kilometer lang war der ers... mehr auf weddingweiser.de
Was heute als Iranische Straße bekannt ist, hieß bis 1934 Exerzierstraße. Um 1900 befand sich auf einer Straßenseite die Reuter-Stiftung und zur anderen die Laubenkolonie Nordkap. Es war eine beschauliche und ruhige Gegend. Innerhalb von wenigen Jahren sollte sich das Stadtbild durch das Jüdische Altersheim und das Jüdische Krankenhaus verwandel... mehr auf weddingweiser.de
Am 17. April jährt sich zum 80. Mal der Tag der Hinrichtung von Max Josef Metzger. Das Schicksal dieses Priesters ist nur wenigen bekannt, im Gegensatz zu dem dreieckigen Platz zwischen Arbeitsagentur, Müllerstraße und Gerichtstraße, der früher als Courbièreplatz bekannt war. In der St. Joseph-Basilika, die Metzgers letzte Wirkungsstätte war, finde... mehr auf weddingweiser.de