Tag m_rzjunge
Wir haben oft den Eindruck, der glücklichste Augenblick liege in der Vergangenheit. Er war flüchtig, intensiv, und wir haben ihn, als er sich ereignete, nicht als solchen wahrgenommen. Erst später haben wir ihn so empfunen, veredelt von der Zeit, die vergangen ist. (Teju Cole: Tremor) am geburtstag des augustjungen gibt es viele glückliche augenbli... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Indem wir eingreifen, wenn die Liebe mystifiziert wird, und stattdessen nützliche und funktionierende Definitionen anbieten, schaffen wir bereits einen Kontext, in dem Liebe gedeihen kann. (bell hooks: alles über liebe. Neue Sichtweisen) greifbare liebesbeweise im august: [1; 3; 5] der apriljunge umarmt den opa schrat und auch hoppelinchen;[2; 4; 1... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Manchmal schickte die Köchin mich über die feuchten Wiesen, wo ich Kräuter für den Salat sammeln sollte. Anfangs kam sie mit und zeigte mir die guten Kräuter und solche, die sie Unkraut nannte. Alle hatten sie schöne Namen: Löwenzahn. Schafgarbe. Augentrost. Sauerampfer. Klappertopf. Der giftige scharfe Hahnenfuß. Wiesenfuchsschwanz. Frauenmantel. ... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Das ist das kostbarste Geschenk, das wahre Liebe bietet – zu wissen, wo man hingehört. (bell hooks: alles über liebe. Neue Sichtweisen) [1] der apriljunge genießt im wohnzimmer baguette & buch.[2] märz- und augustjunge helfen dem hausopa mit dem anmachholz.[3] der augustjunge, die mamuschka und der schrat kommen am ersten tag des monats a... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Es ist unglaublich, wie oft man auf etwas schauen muss, ehe man es ganz kennt. Mit starren Gegenständen geht es noch halbwegs, aber Pflanzen, Menschen und Tiere bestehen tagtäglich aus so vielen Bewegungen und Veränderungen wie unzählige Bilder eines unendlichen Films, und jedes davon ist interessant. (André Heller: Das Buch vom Süden) gegen ende d... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Das Gehen ist immer der Anfang. Der Mensch ist zum Gehen und Laufen geboren und alle kleinen und großen Ereignisse unseres Lebens beginnen, wenn wir buchstäblich unter Menschen gehen. Das Leben in all seiner Vielfalt entfaltet sich vor unseren Augen, wenn wir zu Fuß unterwegs sind. (Jan Gehl: Städte für Menschen) während der augustjunge mit […... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Die spirituelle Praxis muss nicht mit einer organisierten Religion verbunden sein, um ihre Bedeutung zu entfalten. Manche Menschen finden ihre geheiligte Verbindung zum Leben über die Zwiesprache mit der Natur oder durch die Wertschätzung lebenserhaltender Ökosysteme. (bell hooks: alles über liebe. neue sichtweisen) heilige momente im juli [1] die ... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Wenn Menschen sich gegenseitig gut umsorgen können, bauen sie stabile Beziehungen zueinander auf und erleben in sozialen Gruppen Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit. (Teresa Bücker: Alle_Zeit. Eine Frage von Macht und Freiheit) beziehungspflege im (weitesten sinne &) juli: [1; 5; 7] der augustjunge fuhr (diesmal ganz alleine) mit mamuschka &... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Man kann seine persönliche CO2-Bilanz mit Klimagärtnern aber auf mehrfache Weise aufbessern: Erstens durch die bereits aufgeführte dauerhafte Speicherung von Kohlenstoff im Boden mittels Terra-Preta-Technik und die Steigerung des Humusgehaltes auf zehn oder 20 Prozent, was in zwei oder mehr Jahren erreichbar ist. Zweitens durch die Eigenproduktion ... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
In einer idealen Welt würden wir alle bereits in der Kindheit lernen, uns selbst zu lieben. Wir würden überzeugt von unserem Wert und unserem Nutzen heranwachsen, wir würden Liebe verbreiten, wo immer wir wären, und unser Licht leuchten lassen. (bell hooks: alles über liebe. neue sichtweisen) im juli verbrachten wir viel zeit mit den kindern [̷... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Wie sähe unsere Welt aus, wie würden wir denken und uns fühlen, wenn wir uns für alles, was wichtig ist, mehr Zeit nehmen würden? (Teresa Bücker: Alle_Zeit. Eine Frage von Macht und Freiheit) im juli zeit genommen [1; 3] für das traditionelle zeugniseis (diesmal am alten markt mit blick auf fachwerkhäuser und auf das grün […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Wir reiben uns auf in Streitereien und Diskussionen und wissen nicht, dass das wahre Leben aus dem einfachen Handeln entspringt… So viele kommen in das Elend der Gleichgültigkeit, weil sie von Anfang an diese Stärkung durch die Tat nicht hatten. (Albert Schweitzer) am samstag, den 12ten juli, gab es so manche stärkungen (durch taten oder […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Für gemeinsame Ausflüge mit anderen Familien waren wir bald alle drei kaum noch zu gebrauchen, weil wir uns wegen häufiger Horch- und Guckpausen nur im Schneckentempo fortbewegten. (Johanna Romberg: Federnlesen. Vom Glück, Vögel zu beobachten) im mai waren die bodenseefreunde zu besuch. lange hatten wir uns nicht mehr gesehen und nur über telefon b... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Ein Bauernhof ist ein Ort der Großzügigkeit, des Teilens und der Geselligkeit. Ein lukullischer Ort, der den Körper ernährt und das Herz erfreut. (Perrine und Charles Hervé-Gruyer: Unser Leben mit Permakultur. Ein Haus, 6500 Quadratmeter Land in der Normandie, den Kopf voller Träume) junifreuden, die den körper ernährten und das herz erfreuten: [1]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Erfolg. Reichtum. Aber kein Glück. Glück du findest in einem kleinen Haus mit Ziege, Hühner und Rüben. Glück du findest mit Freunden und Singen, mit Feuer und Sonne. Mit ehrliche Beruf mit Kollegen.(Toni Mahoni: Alles wird gut, und zwar morgen!) glück fanden wir [1] beim geschwisterlichen naturkarten basteln auf der terrasse;[2] auf einer schwarzen... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
»Was tust Du im Wald?« »Schauen, hören, riechen. Schweigen.«(Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes) geschwiegen haben wir bei einem sonntäglichen ausflug in den rodalbner wald eher nicht. aber geschaut [3], gehört und gerochen – das haben wir wohl. und natürlich sind wir gelaufen [11; 14; 17]. außerdem haben wir viele baumpilze [1; 5; 9],... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
»Jetzt lass‘ ich dir zunächst einen Darjeeling Hochland, sechs Minuten gezogen, mit Rum servieren, dazu zwei Butterbrote mit Beinschinken, die du gefällig sorgfältig kaust, damit sich der formidable Geschmack von der Sau in der Mundhöhle entfalten kann, und dann erzählst du mir deine Anliegen. (…)« (André Heller: Das Buch vom Süden) formidabl... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Wie ich bereits angedeutet habe und im weiteren Fortgang der Untersuchung noch ausführlich darlegen werde, unterscheiden sich resonante Weltbeziehungen substantiell von rein kausalen oder instrumentellen Wechselwirkungen dadurch, dass sie eben kein festes, deterministisches und nach dem Prinzip der lokalen Verursachung wirkendes Verhältnis bezeichn... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Nachdem ich über einige Jahre hinweg Wissen und Erfahrung mit dem Gärtnern gesammelt habe, wollte ich unbedingt auch die dritte Säule der Permakultur leben: „Vielfalt schaffen und den Überfluss teilen“. (Valéry Tsimba: Mein Permakultur Balkon. Obst und Gemüse ernten auf 4m²) am donnerstag, den 12ten juni, [1] begrüßte ich gemeinsam mit... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
(…) und was auch immer der entfernteste Punkt sein mag, den uns das Schicksal zu erreichen gestattet – glücklich zu sein in diesem Prozeß stetig wachsender Lebendigkeit, denn so bewußt und intensiv zu leben, wie man kann, ist so befriedigend, daß die Sorge darüber, was man erreichen oder nicht erreichen könnte, gar nicht erst aufkommt. [̷... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Lieben ist ein produktives Tätigsein, es impliziert, für jemanden (oder etwas) zu sorgen, ihn zu kennen, auf ihn einzugehen, ihn zu bestätigen, sich an ihm zu erfreuen – sei es ein Mensch, ein Baum, ein Bild, eine Idee. Es bedeutet, ihn (sie, es) zum Leben zu erwecken, seine (ihre) Lebendigkeit zu steigern. Es ist ein […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Er hatte nicht die geringste Lust mehr weiterzugrübeln. Er hatte Lust auf Kleistergeruch, in einem Tapezierkittel hineinzukriechen, hinein in das gewöhnliche Leben, so tief hinein, daß man von niemand gefunden wurde. (Anna Seghers: Das siebte Kreuz) kleistergeruch und tapezierkittel gab es am mittwoch, den 12ten februar, nicht. aber das ganz gewöhn... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
„Wovon hat sie denn all die Tage gelebt?“ „Von der Rose“, antwortete Rilke.(anstöße swr1 rp) im mai gelebt vom duft des gestutzten zitronenbäumchens [1], der minze im yuzusprudel [6], der frisch gepflückten kräuter [7], der rosen im kreuznacher und in schwiegermamas garten [7; 1o] und des blühenden bergamottenbäumchens [12; 14]. vom geschmack des g... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
«Il semble qu’il existe dans le cerveau une zone tout à fait spécifique qu’on pourrait appeller la mémoire poétique et qui enregistre ce qui nous a charmés, ce qui nous a émus, ce qui donne à notre vie sa beauté», a écrit Kundera. [da sich am 12ten mai, mein poetisches gedächtnis mit so vielerlei bezaubernden […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
»Wer weiß, wozu es gut ist«, sagte meine Mutter immer. Jedes Mal, wenn wir in eine schwierige Situation gerieten, wenn wir zum Beispiel den Zug verpasst hatten oder wenn ich wegen einer ansteckenden Krankheit nicht in den Kindergarten durfte oder mir später die Freundin weglief. »Wer weiß, wozu es gut ist.« (Jakob Hein: Vielleicht ist […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
der augustjunge kommt – lachend, außer atem und wesentlich später als sonst – von der schule nach hause. er hat seine schuhe so verknotet, dass er sich nur noch hüpfend vorwärtsbewegen kann [1]. an einem freitagabend im advent machen wir ein kleines geschwistertreffen bei uns zu hause mit pizza, gesprächen und einer kleinen spielerunde ... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Das Kind als Idee ist das Beste*, was der Herrgott erschaffen hat.(Astrid Lindgren) kinder & ideen im april: [1] der augustjunge bringt ein gebasteltes eierkartonhuhn aus der schule[6] und macht begeistert bei der präsentation seines tanzworkshops mit;[3] der märzjunge schreibt ein flohmarktschild[7] und inszeniert den rattenfänger von hameln.[... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
und ich habe meinem Papa Glück gewünscht, weil das Glück -G-L-Ü-C-K- eine Luke ist, aus der man an einem warmen Tag den Kopf hinausstreckt, oder nicht? (Melinda Nadj Abonji: Schildkrötensoldat) luken im juni: [1] der storch, der hoch am himmel kreist;[2] ein nachmittag am rhein;[3] streetart in der pampa;[4; 7] ein paar stündchen auf dem […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Wißt ihr, wie einfach es ist, ohne Geld zu leben? Man muß nur Brennesseln essen. Man kann vom Spinat leben, den man aus Brennesseln zubereitet. Brennesseln wachsen überall. Sie sind ganz umsonst. Diese Brennesseln habe ich hinter dem Musée des colonies in St. Mandé gefunden. Sie wachsen überall auf dem terrain vague. Eßt sie!(Friedensreich Hundertw... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Heimat ist gewiß kein objektiver Tatbestand. Vielmehr läßt mich eine Fülle von Empfindungen mit einem Ort, einer Landschaft heimatlich verbunden sein, weil ich in ihr und vornehmlich in meiner Wohnung mitmenschliche Erfahrungen gemacht habe, die mein Leben bestimmt – und waren es gute Erfahrungen oder wenigstens überwiegend befriedigende -, e... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
»Als Gott die Zeit machte«, sagen die Iren, »hat er genug davon gemacht.«(Heinrich Böll: Irisches Tagebuch) im juni waren die umzugsvorbereitungen im vollen gang. jede woche kamen mamuschka und schrat für drei tage vorbei, um uns beim packen | garten trimmen | kinder hüten | und und und zu helfen. doch trotz aller p(l)ackereien haben... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Miteinander essen, das kann schön sein. Froh zu Tische sitzen, lieben wir. (2x)Gaben lasst uns teilen und auch noch verweilen,schön, dass wir zusammen sind. Schön, dass wir zusammen sind.(Wolfgang Longardt) geteilte miteinandermomente hatten wir im dezember so einige. ein paar davon fanden an tischen statt: [1; 4] das familienfrühstück bei mamuschk... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Und die Akelei! Schon die jungen Blätter äußerst elegant, verschlungen und geheimnisvoll. Überhaupt sind die Blätter der zukünftigen Blumen oft ihren Blüten sehr verwandt.(Doris Bewernitz: Wo die Seele aufblüht. Warum ein Garten glücklich macht) im april allerlei farben & formen [1; 5; 8] die lang erhofften triebe und blättchen an | der s... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Der Schleier, der unsere Welt von der ewigen trennt, ist im Umkreis des Todes sehr dünn. Und in manchen Fällen öffnet sich dieser Schleier tatsächlich einen Moment lang, so daß der Sterbende einen kurzen Blick in die Ewigkeit werfen kann. Freunde und Verwandte, die schon im Jenseits leben, kommen herbei, den Neuankömmling zu empfangen und […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Im Alter von sechs Jahren wurde ich zum Symbolisten. Als ich im Luitpoldpark einen kugelrunden Batzen Vogelkacke für eine schöne Murmel hielt – und gleich begriff – es war eine Murmel gewesen – man hätte sie nur nicht berühren dürfen.(Helmut Krausser: Schweine und Elefanten) im juni wurde ich (mal wieder) zur symbolistin, als ich den […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Nicht doch. Auch eine eingeschränkte Existenz lässt sich dehnen bis zu ihren Rändern, die vorher unsichtbar sind. Nur das, wofür wir keine Sinne haben, ist uns verloren. Wem das Auge des Geistes aufgegangen ist, der sieht andern unsichtbare, mit ihm verbundene Dinge. Alles, was das Gemüt anregt, erfrischt und erfüllt, ist mir heilig, sollte auch [&... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
»Der Gemeinschaftsraum ist der Ort für punktuelle Anlässe. Aber die Gemeinschaft findet nicht im Gemeinschaftsraum statt«, sagt Heike. »Gemeinschaft findet im Alltag statt. Im Atrium, in der Waschküche, in den Lauben und Gängen. Das Haus ist gebaute Gemeinschaft. Das Zusammenleben erfordert viel Engagement von uns allen.« (Gespräch mit Mitgliedern ... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Sie hatte das Dorf betrachtet, nicht ich, und sie hatte es mich mit ihren Augen sehen lassen. Und sie lachte, weil sie es mich hatte sehen lassen mit ihren Augen, als sie jung waren. (John Berger: Mann und Frau, unter einem Pflaumenbaum stehend) ganz zu beginn des neuen jahres fuhren wir (erstmals zu fünft) in […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Das fanatische Beibehalten guter Gewohnheiten ist notwendig.(John Irving: Laßt die Bären los!) auch wenn der februar sich nach dem sehr vollen januar wesentlich entspannter gestaltete, blieb doch noch so einiges zu tun, um in den verbleibenden wochen vor dem mutterschutz alle wesentlichen dinge auf der arbeit zu organisieren | zu übergeben ... mehr auf dietauschlade.wordpress.com
Wenn nichts unseren Blick aufhält, trägt unser Blick sehr weit. Doch wenn er auf nichts stößt, sieht er nichts; er sieht nur das, worauf er stößt: der Raum, das ist das, was den Blick aufhält, das, worauf die Augen treffen: das Hindernis […]. (Georges Perec: Träume von Räumen) der 12te januar beginnt wie die meisten […]... mehr auf dietauschlade.wordpress.com