Tag natursch_n
Irgendwo las ich mal den Satz „Achtet mehr auf die konzentrischen Ringe in Heraklits Fluss!“ Als ich mich während einer Wanderung an einem träge dahinfließdenden Fluss ausruhte, und einige Steine hineinwarf, wurde mir klar, was dieser Satz bedeuten könnte. Vielleicht sollte man aufgefordert werden, Heraklits berühmtes Werden („Alles fließt“) mit de... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Obwohl es hier unten sehr ruhig zugeht, muss da oben allerlei los sein. Denn die Wolken scheinen es dem Meer gleichzutun und sich zu Wellen aufzusteilen. Solche spektakulären Erscheinungen werden als Fluctus bezeichnet oder auch als Kelvin-Helmholtz-Wellen. Dabei wird auf die Kelvin-Helmholtz-Instabilität angespielt, bei der zwei Luftschichten mit ... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Ein weiße Linie am Himmel ist meistens ein Kondensstreifen. Dass es nur ein einziger ist, mag angesichts der Tatsache, dass mindestens zwei Triebwerke aktiv sind verwundern. Manchmal kommt es wie hier zur Vereinigung der Streifen zu einem einzigen. Dafür kann es mehrere Gründe geben. Zum Beispiel, dass durch die an den Flügelspitzen entstandenen Lu... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Eine Seifenblase ist zwischen den grünen Blättern des Weins gelandet und hat sich mit diesem so vereinigt, dass es schwierig ist, zu unterscheiden,wo die reale Natur aufhört und das schillernde Kunstwerk beginnt. Das zarte, spiegelnde Licht der Seifenhaut und das saftige Grün der Weinblätter verschwimmen zu einem einzigen, vergänglichen Moment der ... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Ein altes der Verwesung preisgegebenes Brett gibt einen tiefen Einblick in das vergangene Leben – zumindest für diejenigen, die die Zeichen zu lesen verstehen.... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Was hier vielleicht an Seifenblasen erinnert ist ein dichtes System aus kleinen bis winzigen Wassertropfen, das sich in einem unregelmäßigen Gespinst aus Spinnfäden gebildet hat. Es sind Tautropfen, die auf diese Weise nicht nur sich selbst in Position bringen, sondern auch das Spinnennetz wie ein leuchtendes Nebelkissen am frühen Morgen sichtbar m... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Diesen Anblick (Foto) kennt vielleicht jeder: Man schneidet eine Zwiebel quer zu den inneren Schichten auf, lässt die eine Hälfte liegen und wundert sich später, dass einzelne Schichten über die Schnittstelle hinaus nach außen streben.Da eine Zwiebel aus gestauchten Blättern besteht, die unter hoher Spannung stehen, dehnen diese sich deutlich aus, ... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
An diesem beginnenden schönen Sonnentag, als die Sonne noch tief stand und fast waagerecht durch die hohen Eschen strahlte, schuf sie in einiger Entfernung an einer großen Scheune riesige Sonnentaler. Meist erlebt man Sonnentaler als Miniaturkreise von wenigen Zentimetern Durchmesser auf dem Boden unterhalb von Bäumen.... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Wildkräuter sind dabei, den rauen Sandstein einzunehmen. Wo vor Jahrzehnten noch große Geschäftigkeit herrschte und der Winzer Körbe voller süßer Trauben den Hang hinabtrug, erlebt man heute absolute Stille. Diese Treppe führt scheinbar nirgendwo mehr hin. Sie ist ein stummer Zeuge einer vergangenen Epoche, tief eingewachsen in das Dickicht des ver... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
…und wurde auf dem Rückweg von ihr mit hochrotem Kopf begleitet.... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Bei meinen Wanderungen stoße ich immer mal wieder auf Steinmännchen (siehe auch hier und hier), die heute allerdings meist nicht mehr als Wegmarken dienen, sondern oft den Ausdruck eines ehrgeizigen Konstruktionswillen darstellen. Manche Konstruktionen sind von der Wa(a)ghalsigkeit her äußerst bewundernswert. So auch das hier gezeigte Exemplar. Ich... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Als sich die Libelle auf der Fliese niederließ, fragte ich mich zunächst, warum sie sich diesen sterilen Landeplatz ausgesucht hat. Doch statt einer Antwort sah ich plötzlich, dass da anscheinend zwei Flügelschatten zu viel waren. Zumindest dieses Problem konnte gelöst werden: Aus der Perspektive aus der ich blicke, verdecken sich die hintereinande... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Nicht nur der Teufel. Es gibt auch fleischfressende Pflanzen, für die dieser Ausspruch zutrifft. Ein Beispiel ist der Sonnentau (Drosera). Er wächst auf nährstoffarmen Böden wie etwa in Mooren. Dort habe ich ihn auch kennengelernt und zwar im Ahlenmoor im Landkreis Cuxhaven, das eines der bedeutendsten Moorgebiete Niedersachsens ist.Wenn man sich d... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Als ich diese waagerecht aufgespannten Spinnennetze, die oft am Rande von Gräben und Bächen zu finden sind, zum ersten Mal sah, glaubte ich, dass die Spinne sich bei der Konstruktion vertan habe. Dabei war meine Vorstellung, dass so kaum fliegende Insekten eingefangen werden könnten.Aber auch im Leben der Insekten und Spinnen ist die Welt komplexer... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Ein Pulk Distelsamen kam geflogen und verhakte sich im Gebüsch (Foto). Eigentlich sollten die Samenkörner einzeln die Reise ins Ungewisse antreten, aber nun hängen sie hier und warten auf einen weiteren zufälligen Eingriff ins zukünftige Geschehen. Obwohl es mir eigentlich nicht zusteht, zerpflückte ich das Knäul ineinander verhakter Samen und warf... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Ich schaue am frühen Morgen mit der noch tiefstehenden Sonne im Rücken auf ein abgeerntetes Feld. Über dem Feld befindet sich eine dünne Nebelschicht, wie im hinteren Teil des Fotos deutlich zu erkennen ist.Der abgeerntete Acker nimmt weitgehend die Farbe der Morgensonne an, weil die grauen Stoppeln so gut wie alle Spektralfarben in alle Richtungen... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Nachdem sich die Wolken entschlossen haben, ihre Wasserlast wieder der Erde zukommen zu lassen, bedanken sich selbst das alte Pflaster und der graue Asphalt des Platzes mit spiegelnd reflektierenden bunten Pfützen. Sie zeigen auf diese Weise, dass nicht viel dazu gehört, den in den letzten Wochen verloren geglaubten Farben wieder etwas mehr Geltung... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Libellen sind nicht nur schön anzusehen. Sie führen uns auch insbesondere bei der Paarung auf einer Pflanze sitzend oder sogar im Fluge erstaunliche akrobatische Verrenkungen vor. Dabei wird der Leib segmentweise geknickt. Dieses Knicken ist bei der rechten Libelle auf dem Foto deutlich zu erkennen. Rein geometrisch betrachtet erinnert das an ausfa... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Große Seifenblasen sind erfahrungsgemäß schlaff. Damit könnte man sich angesichts des Fotos zufriedengeben. Denn genau das haben wir hier anschaulich und naturschön vor Augen (siehe Foto). Das lebensweltliche Prinzip: „Je größer, desto stärker“ scheint bei einer Seifenblase (und ähnlich gelagerten Phänomenen) nicht zu gelten. Dahinter verbirgt sich... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Seitdem ich Teile des Gartens der Natur übergeben habe, werde ich immer wieder von neuen Pflanzen überrascht. Wer hätte diesen Duftveilchen (Foto) zugetraut in einer bereits von zahlreichen Wildkräutern, vertrockneten Blättern usw. besetzten zudem vorwiegend im Schatten liegenden Gegend mit einem kräftigen Blau und zarten Duft heranzuwachsen. Und d... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
In der Krummhörn wie auch in manchen anderen Gebieten Norddeutschlands finden die Osterfeuer bereits am Vorabend des Osterfestes statt. Das flache Land macht es möglich, aus der Ferne auch noch einige weitere Feuer am Horizont zu erleben. Auf diesem Foto sieht man auf der rechten Seite zwei helle Flecken. Das sind Osterfeuer von Nachbardörfern.... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Nachdem es in den letzten Tagen heftig gefroren hat, wollte ich feststellen, wie dick die Eisschicht auf der Regentonne geworden war. Dazu habe ich mit einem Stein ein Loch in die mehrere Zentimeter dicke Eisschicht geschlagen. Schon beim ersten Schlag flammten die dadurch entstandenen feinen Spalten in leuchtenden Farben auf. Sie entstehen dadurch... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Die Seifenblase Es schwebte eine SeifenblaseAus einem Fenster auf die Straße.„Ach, nimm mich mit Dir,“ bat die SpinneUnd sprang von einer Regenrinne.Und weil die Spinne gar nicht schwer,Fuhr sie im Luftschiff übers Meer.Da nahte eine böse Mücke,Sie stach ins Luftschiff voller Tücke.Die Spinne mit dem Luftschiff sankIns kalte Wasser und ertrank.* Ei... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Dieses auf einem Spaziergang gefundene Herbstblatt fand ich so schön, dass ich es mit nach Hause nahm, um es vor einem neutralen Hintergrund zu fotografieren. Erst so entfaltet es seine ganze farbliche Pracht, in der die Abweichungen von einer perfekten Symmetrie erst den ästhetischen Reiz des Fundstücks ausmachen.... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Immer wenn in der Nacht ein Teil des Wassers in einer zugefrorenen Pfütze versickert, entstehen luftgefüllte Hohlräume über dem verbleibenden Wasser oder der zurückgebliebenen feuchten Erde. Wegen der hohen Feuchtigkeit bildet sich unter dem Eis eine Reifschicht, die in diesen Bereichen das Eis nahezu undurchsichtig macht und ihm insgesamt ein eher... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Der in der Sonne liegende Stein „spielt“ mit Licht und Schatten. Zum einen wirft er der noch tiefliegenden Sonne entsprechend einen langen Schlagschatten auf den Sand. Des Weiteren verfügt er auf der der Sonne abgewandten Seite über einen Eigenschatten. Genau genommen ist seine Oberfläche verschiedenen Vertiefungen entsprechend von weit... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Wenn in luftiger Höhe die Wolken und in diesem Fall die Kondensstreifen von Flugzeugen das Licht der bereits untergegangenen Sonne in alle Richtungen reflektieren, kann es ungewöhnlich rot werden in Bereichen – hier direkt über unserem Haus – in denen die Dämmerung sich mit einer solchen Intensität nur selten zeigt. Eine besondere Verwirbelung der ... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
An diesem Tag des Baumes, möchte ich noch einmal daran erinnern, warum wir „kleinen“ Menschen die „großen“ Bäume so dringend brauchen.Zum einen sind sie unsere grüne Lunge. Man kann sie als wahre Sauerstofffabriken bezeichnen. Denn ein einziger Baum (ca. 20 Meter hoch) produziert täglich rund 10.000 Liter Sauerstoff – das reicht aus, um etwa 5 R... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Das Foto zeigt eine wenige Millimeter dicke Schicht Lötzinn, der im flüssigen Zustand heruntergetropft und dann erstarrt ist. Wie es dabei zu dieser Struktur kommt, habe ich nicht genauer untersucht, stelle mir aber das Zustandekommen folgendermaßen vor:Der See aus heißem, flüssigem Lötzinn kühlt sich an der Oberfläche ab. Dadurch nimmt dort die Di... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Das rotbraun verrostete Fundstück liegt da wie die gestaltgewordene Erinnerung an alte Technik, die vor vielen Jahren in einem von der Natur zurückeroberten Gebiet das Leben bestimmte. Irgendwie pulsiert in diesem sauerstoffveredelten Stück Eisen etwas Lebendiges: die Wechselwirkung von Metall und Atmosphäre. Die Krusten erzählen von Hitze, Dampf u... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Das „Gemälde“ im unteren Bereich der Wand sind Relikte von Lichtkreuzen, die durch die Reflexion von doppeltverglasten Fensterscheiben eines gegenüberliegenden Gebäudes hervorgerufen werden. Die Sonne ist an diesem sonnigen Morgen schon etwas höher gestiegen, sodass die Reflexion gerade noch auf die Wand gelangt. Das Lichtkreuz ist nicht perfekt ge... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Das Foto zeigt eine heranbrandende Welle und ermöglicht uns so, sowohl waagerecht in das Wasser zu blicken, als es auch von schräg oben zu sehen. Dabei ist zu erkennen, dass die Farbe des Wassers jeweils eine andere ist. Während der schräge Blick auf die Wasseroberfläche einen deutlichen Blauschimmer zeigt, sind beim waagerechten Blick in die ̷... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Die Aufschrift des Kutters im Hafen spiegelt sich im Wasser, doch die Wellen zerlegen das Bild. Jeder Windstoß bringt neue Varianten, lässt die Buchstaben tanzen, verzerren, verschwimmen. Aus klaren Linien werden flirrende Lichtstreifen, die sich zu Mustern verweben, sich auflösen und wieder neu entstehen. Vom ursprünglichen Schriftzug bleibt nicht... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Immer mal wieder entdecke ich bei meinen Wanderungen natürliche Verpackungskünste. Ein besonders krasses Beispiel ist der Verpackungswahn der winzigen Gespinstmotte bzw. deren Raupen: Ganze Bäume, Büsche und andere Gegenstände werden mit einem Material verpackt, das stark an Einkaufstüten aus Plastik erinnert, aber natürlichen Ursprungs ist. Im Unt... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Das Schmelzwasser des Eises täuscht eine Transparenz vor, die allerdings nur eine partielle Reflexion darstellt.... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Der Klatschmohn hatte uns in diesem Jahr reichlich in allen Phasen seiner Entwicklung von der anfänglichen Neigung der Blütenknospen nach unten über die aufgerichteten offenen Blüten nach oben begeleitet. Jetzt sieht man die ebenfalls naturschönen Kapseln mit ihren Samen, die ich gerade fürs nächste Jahr sammle. In Anlehnung an die Mondphasen möcht... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
In der Nacht hatte die kleine Kreuzspinne mit viel Mühe ein Netz gesponnen. Es hing an der Wäscheleine zwischen Haus und Schuppen. Als die Sonne aufging und ihre ersten Strahlen durch das Netz schickte, geschah etwas Magisches: das Spinnennetz verwandelte sich in ein schillerndes Kunstwerk. Jedes Webfaden begann zu glitzern und zu funkeln, als wäre... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Das Polarlicht ist ein leises Lichtspiel am Himmel. Es ist als ob die Welt für einen Moment den Atem anhält. Grüne, rote und violette Schleier ziehen über die Dunkelheit des nächtlichen Himmels. Kein Geräusch begleitet dieses Schauspiel. Man kann nur staunen und die Schönheit der Natur auf sich wirken lassen. Das Polarlicht erinnert uns auch …... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Wie eine sanfte Zwiesprache zwischen Blatt und Flügel, in der die Natur selbst kurz vergisst, wer wer ist. Ein Schmetterling, der sich in ein Blatt schmiegt vereinigt im Grün des Sommers. Leichte Farben, stiller Augenblick – ein winziger Beweis dafür, wie Wandel und Balance Hand in Hand gehen. Physikalisch interessant ist, dass die eher cremefarbig... mehr auf hjschlichting.wordpress.com