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Es gibt Bücher, die einem eine Welt erklären, von der man längst wusste, dass es sie gibt. Nicht, weil man sie begriffen hätte, sondern weil man sie gespürt hat. In Blicken, in Räumen, in Stimmen. In der Art, wie jemand ein Glas hält, ein Wort ausspricht, ein Bild kommentiert, einen Wein bestellt, eine Musikrichtung verachtet … ... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
«Im Menschenleben ist es wie auf der Reise. Die ersten Schritte bestimmen den ganzen Weg. Arthur Schopenhauer Warum sind uns unsere Kinder nicht wichtig? Es gibt Sätze, die man nicht schreiben möchte, weil sie zu hart klingen. Und doch stehen sie plötzlich im Raum und ja, ein Vorwurf schwingt mit. Gemeint sind nicht einzelne Kinder … ... mehr auf denkzeiten.com
Vom Aushalten der Spannung, ohne hart zu werden Es gibt Tage, an denen ich den Eindruck habe, die Welt sei dünnhäutiger geworden. Nicht nur die Welt im grossen Sinn, nicht nur die politische Öffentlichkeit, nicht nur die sozialen Medien, sondern auch die Gespräche im Kleinen. Ein Satz genügt, und etwas kippt. Eine Nachfrage wird als … ... mehr auf denkzeiten.com
Warum Menschen rechts wählen – und was daraus folgt Es beginnt oft mit einem Satz, der in seiner Schlichtheit leicht überhört wird. „Die da oben interessieren sich doch nicht für uns.“ Man hört ihn beim Vorbeigehen, an der Bushaltestelle, im Restaurant, an Familienfesten oder liest ihn auf Facebook unter irgendeinem politischen Beitrag. Häufig folg... mehr auf denkzeiten.com
Man sitzt im Zug, hört Gesprächsfetzen, schaut auf Schlagzeilen, scrollt durch Kommentarspalten und bemerkt irgendwann ein eigentümliches Muster: Die Welt scheint sich immer stärker in ein „Wir“ und ein „Sie“ aufzuspalten. Die da oben. Die da unten. Das wahre Volk. Die Eliten. Verräter. Systemmedien. Volksfeinde. Es sind Worte, die längst nicht meh... mehr auf denkzeiten.com
Es gab Zeiten, da erschütterten Bilder die Welt. Das Mädchen aus Vietnam, das nackt vor dem Napalm flieht. Menschen, die aus den Türmen des World Trade Centers springen. Kinderkörper in den Trümmern zerbombter Städte. Solche Bilder waren einmal Unterbrechungen. Sie rissen etwas auf. Nicht nur in den Nachrichten, sondern im Innern der Menschen. Sie ... mehr auf denkzeiten.com
«Ein Vergleich ist immer ein Vergleich von etwas mit etwas anderem in einer bestimmten Hinsicht. Letzteres, das Dritte, muss man explizit machen, um nicht in grobe Gleichsetzung abzurutschen.» Mit Dieser Drang nach Härte legt Eva von Redecker eine der analytisch schärfsten Diagnosen des gegenwärtigen Rechtsrucks vor. Ihr Buch ist keine historische ... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
Wie Misstrauen die Demokratie untergräbt und populistische Dynamiken befeuert Demokratie ist in ihrem Kern ein Vertrauensarrangement. Sie beruht nicht allein auf Institutionen, Verfahren und Mehrheiten, sondern auf einer fragilen, aber zentralen Voraussetzung des Vertrauens der Bürgerinnen und Bürger ineinander, in die Geltung gemeinsamer Regeln un... mehr auf denkzeiten.com
Zur affektiven Logik von Ausgrenzung, Frauenfeindlichkeit und gesellschaftlicher Ordnung Politische Systeme beruhen nicht allein auf Gesetzen, Institutionen oder rationalen Überzeugungen, sie sind ebenso gesteuert von Gefühlen. Angst, Hoffnung, Ressentiment, Stolz oder Empörung prägen politische Wahrnehmungen und bestimmen darüber mit, wer als zuge... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
Die gegenwärtige Transformation der Öffentlichkeit durch digitale Medien hat nicht nur die Bedingungen politischer Kommunikation verändert, sondern auch die Formen, in denen extremistische Ideologien auftreten, sich verbreiten und wirksam werden. Rechtspopulismus erscheint dabei nicht mehr primär als klar identifizierbare, ideologisch geschlossene ... mehr auf denkzeiten.com
Begriff und analytische Einordnung Faschismus bezeichnet eine spezifische Form autoritärer Herrschaft, die sich durch ultranationalistische Ideologie, charismatische Führerzentrierung, massenpolitische Mobilisierung und den Anspruch auf umfassende gesellschaftliche Kontrolle auszeichnet. Historisch geht der Begriff auf das Regime unter Benito Musso... mehr auf denkzeiten.com
Hannah Arendt lesen in unsicheren Zeiten Ned O’Gormans Politik für alle ist ein klug komponierter Versuch, das politische Denken von Hannah Arendt aus seinem oft akademischen Kontext zu lösen und als praktische Denkform für die Gegenwart fruchtbar zu machen. Das Buch versteht sich nicht als systematische Einführung, sondern als eine Art Einladung: ... mehr auf denkzeiten.com
Bildung als Praxis der Teilhabe Die moderne Demokratie lebt von Voraussetzungen, die sie selbst nicht garantieren kann, weil sie die Grundlagen dafür nicht schafft. Sie braucht Menschen, die urteilsfähig sind, Verantwortung übernehmen und bereit sind, sich in eine gemeinsame Welt einzubringen, doch entstehen diese Fähigkeiten nicht von selbst. Sie ... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
Kinderarmut ist kein Randphänomen, sondern ein strukturelles Problem moderner Gesellschaften. Sie bezeichnet nicht nur den Mangel an materiellen Ressourcen, sondern verweist auf eine tiefgreifende Einschränkung von Möglichkeiten: Möglichkeiten zur Entfaltung, zur Teilhabe, zur Bildung. Wer als Kind in Armut aufwächst, erlebt die Welt nicht als offe... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
Die politische Theorie hat Gefühle lange Zeit als epistemisch problematische Größen behandelt, als Störfaktoren rationaler Urteilsbildung, die es im idealen Fall zu neutralisieren gelte. Diese Gegenüberstellung von Vernunft und Gefühl ist jedoch nicht nur empirisch unhaltbar, sondern auch theoretisch verkürzend. Gefühle sind durchaus konstitutive M... mehr auf denkzeiten.com
Russland Europa Amerika «Von «Unfreiheit» statt von «Tyrannei» oder «Autoritarismus» sprach ich aus diesem Grund: «Unfreiheit» schliesst unsere eigene Mitschuld mit ein, unseren Anteil am Niedergang der Demokratie durch unsere eigene vorsätzliche Verwirrung oder unnötige Selbstgefälligkeit.» Mit Der Weg in die Unfreiheit legt Timothy Snyder ein Buc... mehr auf denkzeiten.com
Der Gedanke, dass der Mensch ein politisches Wesen ist, gehört zu den langlebigsten und zugleich missverständlichsten Bestimmungen der philosophischen Anthropologie. Es geht dabei nicht um Parteienpolitik oder institutionelles Engagement, sondern um eine grundlegende Struktur menschlicher Existenz: Wir werden nur im Miteinander, im Sprechen und Han... mehr auf denkzeiten.com
Der Begriff der „illiberalen Demokratie“ gehört zu den irritierendsten politischen Diagnosen der Gegenwart. Er verweist auf eine Entwicklung, in der demokratische Formen wie Wahlen, Mehrheiten, institutionelle Verfahren erhalten bleiben, während ihr normativer Kern schrittweise ausgehöhlt wird. Was bleibt, ist eine leere Hülle, keine funktionierend... mehr auf denkzeiten.com
Digitalisierung und die Krise der Demokratie «Digitale Schwärme bilden kein verantwortliches politisch handelndes Kollektiv. Die Follower als neue Untertanen der Sozialen Medien lassen sich von ihren smarten Influencern zum Konsumieren abrichten. Sie werden entpolitisiert.» Mit Infokratie legt Byung-Chul Han einen weiteren jener dichten, essayistis... mehr auf denkzeiten.com
Eine Reise durch die Philosophie von der Antike bis in die Neuzeit Epochen – Autoren – Werke, so heisst der Untertitel dieses reich bebilderten Übersichtswerk über die Geschichte der Philosophie. Martin F. Meyer startet bei den Vorsokratikern und führt den Leser in einer gut verständlichen Sprache durch die Zeit bis hin in die Neuzeit. Dabei …... mehr auf denkzeiten.com
Sich selbst und anderen verbunden das Leben leben In den vergangenen Jahrzehnten hat sich in der westlichen Welt eine neue posttraditionelle Gesellschaft entwickelt, in der Tradition und Religion samt der darauf gründenden Moral von der zunehmenden Macht des Marktes, der Wissenschaft und der Technik sowie dem Einfluss der Medien immer weiter zurück... mehr auf denkzeiten.com
Was uns die Philosophen zu sagen haben Es ist noch nicht lange her, da räumte ich ein paar Bücher weg und stiess dabei auf ein altes Notizbuch mit der Aufschrift „Sinnsprüche“. Es enthielt kurze, flüchtig zu Papier gebrachte Zitate von Philosophen, auf heder Seite einen. […] Der Grund für diese Entscheidung – und für dieses […]... mehr auf denkzeiten.com
Denken und Schreiben im Dienste des Verstehens ‚Denken ohne Geländer’, das ist es in der Tat, was ich zu tun versuche. Hannah Arendt hat 28 dicht beschriebene Schreibhefte hinterlassen, in denen sie ihre täglichen Gedanken, Ideen, Theorien notierte, entwickelte, ausführte. Sie reflektierte darin ihre Lektüre, definierte politische und philosophisch... mehr auf denkzeiten.com
Briefe 1939 bis 1975 1925 lernen sich Hannah Arendt und Günther Stern (er nannte sich bald darauf Günther Anders) in Marburg in den Seminaren des gemeinsamen Lehrers Martin Heidegger kennen und heiraten 1929. Die Ehe war für Arendt mehr Flucht den Leidenschaft, war sie doch zur Zeit des Kennenlernens noch in einer heimlichen Beziehung mit […]... mehr auf denkzeiten.com
«Der Mensch ist stehts mehr, als von ihm erkannt wird.» Karl Jaspers Beim Blick in die Regale voller Publikationen über Hannah Arendts Leben und Werk stellt sich die Frage, ob nicht bald mal alles geschrieben und wirklich Neues noch möglich sei. Grit Straßenberger hat den Versuch gewagt und legt mit Die Denkerin. Hannah Arendt und … ... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
Warum man sie braucht, obwohl es sie nicht gibt Was sind Werte und wie viele gibt es? Als ob nicht alle Worte Taschen wären, in welche bald Diess, bald Jenes, bald Mehreres auf einmal gesteckt worden ist! (Nietzsche) Werte scheinen in aller Munde. Hört man heutigen Politikern zu, nehmen Werte einen wichtigen Platz in ihren … ... mehr auf denkzeiten.com
Eine Praktische Philosophie der Sorge Philosophie als Lebenspraxis Es gibt im Leben philosophische Momente, die uns über das Alltagsgeschäft und unsere eingespielten Wahrnehmungsroutinen erheben. Möglicherweise hängt manchmal im Leben alles davon ab, ob wir es verstehen, die in solchen Momenten aufleuchtende Weisheit ernst zu nehmen und sie für uns... mehr auf denkzeiten.com
Eine Reise durch die Philosophie von der Antike bis in die Neuzeit Epochen – Autoren – Werke, so heisst der Untertitel dieses reich bebilderten Übersichtswerk über die Geschichte der Philosophie. Martin F. Meyer startet bei den Vorsokratikern und führt den Leser in einer gut verständlichen Sprache durch die Zeit bis hin in die Neuzeit. Dabei [̷... mehr auf denkzeiten.com
„Man vergisst mich leicht, wenn man meine Traurigkeit vergisst.“ Die Fremde, die Dir selber fremd, sie ist: Gebirg der Wonne, Meer des Leids, die Wüste des Verlangens, Frühlicht der Ankunft. […] Die Denkerin Hannah Arendt ist seit langem bekannt, die Dichterin wurde bislang wenig beachtet, obwohl Dichtung für Hannah Arendt zeitlebens sehr wic... mehr auf denkzeiten.com
„Jedermann schaut vor sich, ich schaue in mich hinein“ Wer einen Lebensratgeber erwartet nach dem Titel, der kann das Buch getrost weglegen – aber: Ich würde es nicht raten, denn es enthält etwas viel besseres: Die Lebensgeschichte Montaignes – und das auf eine Weise, wie sie ihresgleichen sucht. Sarah Bakewell gelingt in diesem Buch di... mehr auf denkzeiten.com
Wie handle ich richtig und was ist ein gutes Leben? Der Philosoph Michael J. Sandel, Professor in Harvard, widmet sich in diesem Buch einer grundlegenden Frage: Es geht um die Frage, wie man die Einstellungen, Voraussetzungen und Charaktereigenschaften kultiviert, die in einer guten Gesellschaft wünschenswert sind. Anhand von aktuellen Ereignissen ... mehr auf denkzeiten.com
Wenn das Streben nach Glück unser Leben beherrscht, erschliessen uns vielleicht nur wenige unserer Handlungen soviel über die Dynamik dieser Suche – mit all ihrer Inbrunst und ihren Paradoxien – wie die Reisen, die wir unternehmen. Ich lese Alain de Bottons Buch Kunst des Reisens in den Sommerferien. Ich sitze zu Hause, sehe auf Facebook, […]... mehr auf denkzeiten.com
(Original: Escape from Freedom, 1941) Am Anfang von Erich Fromms längst zum Klassiker avancierten Buch Die Furcht vor der Freiheit steht eine einfache Frage, formuliert im Schatten des aufkommenden Faschismus: Warum fliehen Menschen vor der Freiheit, statt sie zu nutzen? «Unser Ziel ist, zu zeigen, dass die Struktur der modernen Gesellschaft den Me... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
«Der Sinn für Ungerechtigkeit, die Schwierigkeiten, die Opfer der Ungerechtigkeit zu identifizieren, und die vielen Weisen, in denen jeder lernt, mit den eigenen Ungerechtigkeiten und denen anderer zu leben, werden ebenso leicht übergangen wie die Beziehung privater Ungerechtigkeit zu öffentlicher Ordnung.» Judith Shklar Wir sehen einen Menschen un... mehr auf denkzeiten.com
«Ein Teil des Problems liegt im Wort «Freiheit» selbst, dessen Bedeutung keineswegs selbstverständlich oder allgemeingültig ist… sprechen wir über negative Freiheit? Über positive Freiheit? Anarchistische Freiheit? Marxistische Freiheit? Abolitionistische Freiheit? Libertarische Freiheit? Die Freiheit weisser Siedler? Die dekoloniale Freiheit? Neol... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
«Eine zentrale Aufgabe kollektiven Handelns besteht darin, die Freiheit aller Menschen zu erweitern…» In seinem neusten Buch Der Weg zur Freiheit hat der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz sein Denken der letzten Jahrzehnte pointiert und eindringlich neu formuliert. Wer Stiglitz kennt, wird vieles wiedererkennen, wirkliche Neuentdeckungen sind kaum z... mehr auf denkzeiten.com
Und warum das besser wird, wenn wir unseren Egoismus überwinden «Damit die Demokratie funktioniert, müssen wir lernen, uns auseinanderzusetzen und miteinander zu diskutieren, damit wir herausfinden, wo wir übereinstimmen, und sicherstellen, dass die Verlierer nicht zu ewigen Verlierern werden.» Ben Ansells „Warum Politik so oft versagt“ ist ein Buc... mehr auf denkzeiten.com
Warum Demokratie Bildung braucht «Leistung definiert sich heute immer mehr als etwas, was eigentlich eine gut programmierte Maschine besser kann als der Mensch. Das Hauptanliegen der Erziehung, nämlich dem Menschen einem gelingenden und sinnerfüllten Leben zu verhelfen, bleibt dabei auf der Strecke.» John Dewey Martha C. Nussbaums Nicht für den Pro... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
Inhalt «Als ich im September 1929 wieder nach Paris kam, berauschte mich vor allem meine Freiheit. Seit meiner Kindheit hatte ich von ihr geträumt…» Nach Memoiren eines Mädchens aus gutem Haus ist dies der zweite Teil von Simone de Beauvoirs autobiografischen Schriften. Sie schreibt darin über ihr Leben ab 20, das ihr endlich die ersehnte … ... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
„Solange jeder mehr haben will, müssen sich Klassen herausbilden, muss es Klassenkampf und, global gesehen, internationale Kriege geben.“ Erich Fromms Buch Haben oder Sein ist längst ein Klassiker. Fromm unterscheidet hier zwei Weisen des menschlichen Lebens: der Haben-Modus und der Sein-Modus. Fromms zentrale These lautet, dass die moderne westlic... mehr auf denkzeiten.wordpress.com