Tag noten_zur_literatur
Heute vor 10 Jahre starb Roger Willemsen. Ich hebe mein Glas auf einen Menschen, der wie kein anderer über Bücher und Musik, über die Welt und das Leben sprach und schrieb. Er hat getan was Goethe einst sagte: «Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll.» Er legte seine Leidenschaft für die Musik … ... mehr auf denkzeiten.com
Ein Sonderling, gebildet, das Bürgertum verachtend, nicht davon loskommend. Er ist ach so leidend und analysiert sein Sein und sein Leiden am Sein. Über Seiten. Und er dreht im Kreis. Immer wieder definiert er sich. Als Wolf. Und er definiert seine Abneigung gegen das Bürgertum und konstatiert seine Anhänglichkeit an dasselbe. Und dann verzweifelt ... mehr auf denkzeiten.com
Ich habe ja vor einiger Zeit auf Instagram eine #abcliteraturchallenge gemacht, daraus entstand dieser Artikel: HIER Gerade lief die zweite Runde aus, dieses waren die Bücher, die ich auswählte: A: Hannah Arendt: Denktagebücher Nirgendwo taucht man so tief in ihr Denken, in ihren Arbeitsprozess, in ihr Dichten auch ein wie hier. Und man lernt ungla... mehr auf denkzeiten.com
Inhalt Ein tyrannischer Schulprofessor verspricht jedem ungehorsamen Schüler – und für ihn sind sie alle ungehorsam – den Untergang. Bei diesem Vorhaben stösst er auf die Künstlerin Rosa Fröhlich, setzt für sie alles aufs Spiel, verfolgt mit ihr sein Ziel, die zu Stürzenden zu Fall zu bringen und stürzt nach einer intensiven und machtvollen Phase [... mehr auf denkzeiten.com
August 2017 Ich bin im Netz auf verschiedenen Blogs auf ein Monatsprojekt gestossen. Ein Jahr lang soll man jeden Monat vom selben Ort/Gegenstand ein Bild machen und damit den Lauf der Zeit dokumentieren. Ich habe beschlossen, da mitzumachen. Bei der Frage, was ich denn dokumentieren könnte, wurde es dann schwerer. Es soll etwas sein, das […]... mehr auf denkzeiten.com
Inhalt Eine Gruppe von Menschen, alle irgendwie mit finanziellen Wünschen oder Nöten bestückt, wartet im Kurort Roulettenburg auf den Tod und damit das Erbe einer alten Dame. Mit ihrem Auftritt sterben die Hoffnungen der anderen und das erwünschte Erbe wird durch die Besitzerin selber aufs Spiel gesetzt – sie verliert es beim Roulette. Zurück bleib... mehr auf denkzeiten.com
Das Leben Wann wird er endlich kein Kind mehr sein? Was wird ihn davon befreien, ihn zum Mann machen? Befreien wird ihn, wenn es soweit ist, die Liebe. Wenn er auch nicht an Gott glaubt, an die Liebe und die Macht der Liebe glaubt er.[1] J. M. Coetzee wird am 9. Februar 1940 in Kapstadt […]... mehr auf denkzeiten.com
Ein Sittengemälde aus dem gebirgigen Westfalen Inhalt Friedrich Mergel startet alles andere als gut ins Leben: Der Vater ein Säufer, die Mutter – schön, stolz und fromm – ist nach dem Tod ihres Mannes mit allem überfordert und mausarm, so dass er schon früh die Härte des Lebens kennenlernt. Durch seinen Onkel wird er zudem […]... mehr auf denkzeiten.com
Ich betreibe diesen Blog ja schon eine Weile und immer wieder stellte ich mir die Frage: Welche Bücher stelle ich rein. Ich habe irgendwann für mich entschieden, nur die Bücher zu besprechen, die ich (einigermassen) gut fand. Bücher, die ich nicht lesen konnte und abbrach, oder die zu lesen eine Qual waren, liess ich still […]... mehr auf denkzeiten.com
Inhalt Kasandra ist die Geschichte der Königstochter und Seherin, die ihren eigenen Tod vorhersieht und ihm entgegen geht, mit dem Vorsatz, bis zum Schluss ihre Bewusstheit und Autonomie wahren zu wollen. Mit der Erzählung geh ich in den Tod. Hier ende ich, ohnmächtig, und nichts, nichts, was ich hätte tun oder lassen, wollen oder denken […]... mehr auf denkzeiten.com
Es ist wieder Samstag und ich möchte weitere 10 Artikel vorstellen, über die ich die Woche durch im Netz gestolpert bin. Allen gemeinsam ist, dass sie sich um Literatur im weitesten Sinne drehen. Was Vielleser nicht gelesen haben 5000 Bücher seien das Maximum an Büchern, die man im Leben lesen kann. Dies das Ergebnis einer […]... mehr auf denkzeiten.com
Es ist wieder Samstag und ich möchte weitere 10 Artikel vorstellen, über die ich die Woche durch im Netz gestolpert bin. Allen gemeinsam ist, dass sie sich um Literatur im weitesten Sinne drehen. Ein Interview mit Affinity Konar Affinity Konars Roman „Mischling handelt vom Schicksal der Zwillingsschwestern Perle und Stasia, die 1944 nach Auschwitz ... mehr auf denkzeiten.com
Ich werde neu jeden Samstag 10 Artikel hier vorstellen, über die ich die Woche durch im Netz gestolpert bin. Allen gemeinsam ist, dass sie sich um Literatur im weitesten Sinne drehen. „Uncreative Writing“ Schreibt ab, denn es ist alles schon geschrieben. Dies verkürzt gesagt die These des US-Autors und Literaturdozenten Kenneth Godsmith. Hier ein I... mehr auf denkzeiten.com
Es ist wieder Samstag und ich möchte weitere 10 Artikel vorstellen, über die ich die Woche durch im Netz gestolpert bin. Allen gemeinsam ist, dass sie sich um Literatur im weitesten Sinne drehen. Bücher im Café Der Kaffeehaussitzer liest gerne in Kaffees – der Name verrät es schon –, liest Bücher und bloggt darüber. Er […]... mehr auf denkzeiten.com
Ich habe eit auf Instagram bereits zwei Durchgänge der #abcliteraturchallenge gemacht, daraus entstanden dann zwei Artikel hier im Blog: Runde 1: HIER Runde 2: HIER Bei den ersten beiden Runden lief ich jeweils mit dem Nachnamen der Autoren das Alphabet ab. Nun habe ich eine dritte Runde durchgeführt, dieses Mal musste ein Wort des Titels […]... mehr auf denkzeiten.com
«Gravierender… ich lebe in meinem Schreiben – es verschlingt meine Gedanken. Ich habe jede Menge Ideen, Pläne, alles auf einmal – in jeder freien Sekunde denke ich darüber nach, tüftle, revidiere, ohne aber das, woran ich im Augenblick arbeite, aus dem Blick zu verlieren…» Paul Auster ist ein Schreibender. Er ist einer, der sich und … ... mehr auf denkzeiten.com
Dein Kind ist weg. Dein schlimmster Alptraum beginnt. «..ich erkenne diesen wütenden, verängstigten Jungen, der mir gegenübersitzt, nicht wieder. Was hast du getan, Connor? Was hast du getan?“ Stell dir vor: Das Kind deines Bruders ist weg. Dann merkst, das ist da, aber deins ist weg. Irgendwann taucht dieses auf, aber ein drittes ist verschw... mehr auf denkzeiten.com
Gelesene Bücher Patricia Highsmith: Suspense oder Wie man einen Thriller schreibtPatricia Highsmith beschreibt auf eine sehr offene und persönliche Art ihre Herangehensweise ans Schreiben. Sie beleuchtet den Schreibprozess mit allen Höhen und Tiefen, mit den wichtigen Zutaten wie Disziplin, Emotion, Freude und Spass am Schreiben. Sie zeigt die Schw... mehr auf denkzeiten.com
«Das ist meine Geschichte. Ich schreibe sie auf, in der Sprache, die mir am besten gehorcht. Ich schreibe Worte auf, verletze Menschen, weiss Liebe, spüre Respekt, streiche weg, gehe zurück, bleibe stehen. Murmle Entschuldigung, zwischen die Zeilen hinein. Tippe Buchstaben, sortiere Worte, habe Angst vor Fragen, vor denen, die ich liebe, vor dem, w... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
Ich habe vor einiger Zeit beschlossen, keine Verrisse zu schreiben. Einerseits würde ein fundierter Verriss verlangen, dass ich das Buch zu Ende lese, wofür mir die Zeit zu schade ist, weil so viele Bücher auf mich warten, die ich wirklich lesen mag. Bücher, die mich nicht packen, breche ich ab. Oft nach wenigen Seiten, manchmal … ... mehr auf denkzeiten.com
George Tabori wird am 24. Mai 1914 in Budapest geboren. Seine Eltern ziehen ihn erst katholisch auf, bis sie ihm mit sieben Jahren erklären, dass die jüdisch sei. Weil sein Vater findet, Schreibende gäbe es bereits genug und er müsse was Anständiges lernen, beginnt Tabori in Berlin eine Hotelfachlehre, bis sich die antisemitischen Vorfälle häufen &... mehr auf denkzeiten.com
«Unsere Mutter sollte sich heimisch fühlen, denn, wie wir ihr im Laufe des Tages immer wieder sagten, hier wohnte sie jetzt, das war jetzt ihr «Zuhause», wogegen sie resigniert protestierte: «Nein, das wird nie mein Zuhause sein», dann: «Nein, das ist nicht mein Zuhause, bevor sie es leid war, dass wir sie scheinbar nicht verstanden, … ... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
Robert Otto Walser wird am 15. April 1878 in Biel geboren, wo er auch die Schule besucht, bis er diese wegen Geldnot der Familie abbrechen muss. Er hängt sehr an seiner Mutter, so dass ihr Tod 1894 ein schwerer Schlag für ihn ist. Nach einer Banklehre verlässt der theaterbegeisterte Walser die Schweiz und zieht (wie … ... mehr auf denkzeiten.com
Autobiographische Skizzen, Notate und Tagebucheintragungen «Ständig bewohnt von GefühlenGespinst voll von Gespinstenwehenden, flatternden, zerrissenenveränderlichen, denen ich einmangelhaftes Haus aus Fleisch und Wasser und Muskelund Haut gebaut hab.» Es gibt wohl kaum eine Zweite, mit der ich mich so verbunden fühle, weil ich mich in ihren Zeilen ... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
«So jemanden wie dich gibt es kein zweites Mal auf der Welt… Du fängst Seelen, Lucy.» Sie waren ein Paar, nun sind sie Freunde: Lucy Barton und William. Als William von seiner aktuellen Frau verlassen wird, ist es Lucy, an die er sich wendet. Auch sie ist wieder allein, nachdem ihr Mann gestorben ist. Zusammen … ... mehr auf denkzeiten.com
Am 10. April 1913 kommt in Chemnitz Helmut Flieg als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie zur Welt. Schon früh engagiert er sich gegen den Faschismus, was die Nationalsozialisten auf ihn aufmerksam werden lässt. Er fällt vom Gymnasium und legt sein Abitur schliesslich in Berlin ab. Sein Studium der Journalistik kann er nicht da beenden, 1933 flieh... mehr auf denkzeiten.com
Man könnte sagen, bei mir fliesst alter Wein in neuen Fässern, denn es ist im neuen Jahr alles so, wie das alte es hinterliess, und so kommt es, dass auch im Januar gelesen wurde. Den Anfang machte Michelle Obama mit ihrem neuen Buch «Das Licht in uns». Nachdem dieses Licht mal entdeckt war, ging es … ... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
Vom Schreiben und vom Leben «Denn Erzählen, ob mündlich oder schriftlich, holt uns vielmehr erst in die Welt. Es macht uns greifbar und gibt uns die Möglichkeit, das Erlebte zu teilen.» Nicht nur der Untertitel erinnert an Stephen Kings Buch «Das Leben und das Schreiben», das ganze Buch tut es. Trotzdem ist es nicht einfach … ... mehr auf denkzeiten.com
Geboren am 24. Januar 1776 in Königsberg schlug E. T. A. Hoffmann, ganz der Familientradition folgend, nach seiner Schulzeit die juristische Laufbahn ein. Schon damals war er den Künsten zugewandt, schrieb, zeichnete und musizierte, gab auch Musikunterricht. Trotz seines schon damals ausgeprägten Interesses an Kunst und Kultur, zog er die Juristere... mehr auf denkzeiten.com
Im Moment ist das Thema Frauen in der Literatur omnipräsent und es lässt mich immer zwiegespalten zurück. Da ich lange Zeit mehrheitlich Klassiker las, blieb es nicht aus, dass es auch mehrheitlich männliche Autoren waren, zumindest in der Prosa – es gab schlicht mehr davon, was der Zeit und anderen Umständen geschuldet war (wobei sogar ̷... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
Einen Hansdampf in allen Gassen könnte man ihn nennen, einer, der seinen Weg ging, Neues ergründen und schaffen wollte. Er versuchte, liess fallen, versuchte neu, stellte auf die Beine und lief wieder davon. Geboren wurde Hugo Ball am 22. Februar 1886 in ein bürgerliches Umfeld. Dem väterlichen Befehl folgend brach Hugo die Schule vor Abschluss ... mehr auf denkzeiten.com
«Der verehrte Leser – einmal angenommen, dass es ihn gibt, dass jemand ein Interesse hat, diesen Aufzeichnungen und Skizzen eines jüngeren Zeitgenossen zu folgen, dessen Schreibrecht niemals in seiner Person, nur in seiner Zeitgenossenschaft begründet sein kann…» In Max Frischs Tagebüchern sucht man vergebens nach persönlichen Befindlichkeiten, All... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
Es sind viele Bücher zusammen gekommen im März, es war ein wilder Ritt durch die Welt der Literatur, einer mit den wundervollsten Highlights und doch einigen Abbrüchen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe Long/Schwebbe, Natalie Goldberg, Olga Tokarczuk und Jesse Falzoi das Schreiben erkundet, mit Julia Schoch das Leben und die Liebe erforscht, b... mehr auf denkzeiten.com
Zum LebenSarah Kirsch wird als Ingrid Hella Irmelinde Bernstein am 16. April 1935 in Limlingerode im Harz geboren und wächst in einem protestantischen Elternhaus (der Grossvater ist Pfarrer) auf. Von ihrer Mutter erbt sie die Liebe zur Lyrik. Nach dem Abitur studiert sie aus Liebe zur Natur nach einer abgebrochenen Forstarbeiterlehre Biologie. 1958... mehr auf denkzeiten.wordpress.com
«Ihr Menschen! Ihr Ungeheuer! Ihr Ungeheuer mit dem Namen Hans! Mit diesem Namen, den ich nie vergessen kann.» Undine sinniert über die Welt, welche eine Welt von Ungeheuern ist, eine Welt von Männern namens Hans, die die Welt und auch sie beherrschen. Doch einige sind anders, einen Hans liebt sie sogar. Und doch wird sie … ... mehr auf denkzeiten.com
Heute würde Annelies Marie, genannt Anne, Frank 92 Jahre alt. Schreiben wollte sie, Schriftstellerin werden, doch sie ahnte schon bald, dass dies vielleicht nicht klappen könnte: «Mit Schreiben werde ich alles los. Mein Kummer verschwindet mein Mut lebt wieder auf. Aber, und das ist die grosse Frage, werde ich jemals etwas Grosses schreiben können,... mehr auf denkzeiten.com
Er war wahrlich kein einfacher Zeitgenosse, er war streitbar, setzte sich ein für seine Überzeugungen und nahm kein Blatt vor den Mund. Der Übername Stören-Fried kam also nicht von ungefähr. Der dezidierte Linke hat polarisiert, er wurde attackiert und auch oft verschmäht. Das könnte dem ausgewiesenen Provokateur sogar gefallen haben. Das Kämpferi... mehr auf denkzeiten.com
Passend zu ihrem Geburtstag möchte ich heute Ingeborg Bachmann die Bühne überlassen – und ich hebe mein Glas auf diese wunderbare, tiefgründige Frau und Schriftstellerin, die so viele verschiedene Facetten in sich trägt, dass wohl nie alle ans Licht kommen werden. Das macht sie einerseits zum Mysterium, andererseits aber zutiefst menschlich, ... mehr auf denkzeiten.com
«Wenn wir uns, wie zwei Versteinte, zum Essen setzen oder abends an der Wohnungstür zusammentreffen, weil wir beide gleichzeitig daran denken, abzusperren, fühle ich unsere Trauer wie einen Bogen, der von einem Ende der Welt zum anderen reicht – also von Hanna zu mir….» Ein namenloser Icherzähler schaut zurück im Leben, denkt an seine Hochzei... mehr auf denkzeiten.com
Sei dennoch unverzagt, gib dennoch unverloren,Weich keinem Glücke nicht, steh höher als der Neid,Vergnüge dich an dir und acht es für kein Leid,Hat sich gleich wider dich Glück Ort und Zeit verschworen. Was dich betrübt und labt, halt alles für erkoren,Nimm dein Verhängnis an, lass alles unbereut.Tu, was getan muss sein, und eh man dir’s … ... mehr auf denkzeiten.wordpress.com