Tag marginalia
…und sei es nur der einer Pareidolie.Beim Aufbau einer Schaukel mit Wippe und Rutsche kamen wir mit der Beschreibung des gelieferten Bausatzes nicht so recht voran – bis uns aus einem der Bretter jemand ernst anblickte. Das gab neuen Ansporn. Zumindest steht jetzt das Grundgerüst.... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Kugelrundes in ungewöhnlich großem Maßstab zu realisieren ist technisch eine große Herausforderung. Vor allem dann, wenn die Kugel auch noch ihre Umgebung spiegelnd reflektieren soll. Wesentlich einfacher ist es, die Kugel aus gleichseitigen Edelstahlplatten zu konstruieren, die zwar nicht sofort zu einer perfekt gekrümmten Oberfläche führen, sich ... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Gestern entdeckte ich zum ersten Mal den Scharlachroten Kelchbecherling (Sarcoscypha coccinea), einen Pilz, den ich schon lange gesucht habe. Aber erst Jahre nachdem ich die Suche aufgegeben habe, fand ich ihn gestern am frühen Morgen. Sein makelloses, leuchtendes Rot ist beeindruckend. Dieser in ganz Deutschland als selten geltende Pilz besitzt in... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Heute beginnt nun auch offiziell der Frühling. Tag und Nacht sind gleich lang und die Tage werden von nun an auf Kosten der Nächte immer länger bis zum Höhepunkt am 21. Juni, dem Sommeranfang. Der Frühlingsanfang ist ein wichtiger astronomischer Moment, da die Sonne direkt über dem Äquator steht. Symbolisch steht er für Neubeginn, Wachstum … ... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Diesen Reigen zwergenhafter Gestalten fand ich auf/in einem Stein und machte mir Gedanken über den Ursprung. Die hellen Einsprengsel in dem sehr harten Gestein verweisen auf erdgeschichtliche Vorgänge, die wahrscheinlich von ähnlicher Phantastik sind wie darin versteinerte Wesen zu sehen.... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Welche Bewandtnis es auch immer mit diesen chaotisch wirkenden Strukturen im Leben eines Baumes gehabt haben mag, das Naturschöne (das ja oft auf sinnvolle Formen und Funktionen verweist) ist dem toten Holz immer noch einbeschrieben geblieben. Es spricht unser (zumindest mein) ästhetisches Empfinden positiv an. ... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Wir leben nicht auf dem Text des Lebens, sondern in der Kugel unserer Wahrnehmung. Wir sehen vieles klarer, manches größer, aber alles anders, als es eigentlich ist.... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Hier fließt nicht nur Wasser, sondern auch eine Mischung aus schwarzem und weißem Sand, die vom Wasser mitgerissen wird und sich je nach den äußeren Fließbedingungen entmischt, absetzt, wieder vermischt und in jedem Moment eine andere Struktur zeigt, die nicht nur in der Bewegung, sondern auch „eingefroren“ in einem Foto einen naturschö... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Mehr Schein als Sein – und gerade deshalb so faszinierend. Die klare Linie des Geschirrs verliert sich in der komplexen Reflexion der Umgebung. Ein stiller Moment hinter Glas, der Ordnung und Chaos kunstvoll vereint.... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Heute ist der Pi-Tag (3/14 nach amerikanischer Schreibweise) für das Jahr 2026. Pi ist für alles zuständig, was mit Kreisen zu tun hat und darüber hinaus.Ob der Mensch die Idee zum Zirkel von der Natur abgeschaut hat, ist nicht verbürgt. Jedenfalls kann man mit Sicherheit sagen, dass die Natur das Zeichnen von Kreisen nicht vom … ... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Ich spiele gern mit Glaskugeln und Licht. Manchmal ergeben sich ästhetisch ansprechende Objekte, die zu diversen Asssoziationen Anlass geben.... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Bei einer Teepause im Familienkreis (bei der nur ich Tee trank) hatte ich wieder einmal ein schönes optisches Phänomen in der Tasse. Leider regte sich Widerstand gegen meine Untersuchungen, trotz der schönen Farben. Es blieb bei einem Foto. Da mir das Phänomen schon seit langem bekannt ist, ging es eigentlich nur darum, ein schöneres Foto … ... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Abendglühgold zittert auf träumender See.Eine Möwe zieht ihre einsamen Kreise.Auf dem Wasser treibend, ein Boot. Und leise, leiseBringt mir der Wind eine müde Weise. – – Närrisches Herz, was stimmt dich so weh? Joachim Ringelnatz (1883 – 1934)... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Wenn der Wald den Halt verliert und sich in den Wasserwellen auflöst, entstehen neue Realitäten. Die festen Stämme der Bäume tanzen schlängelnd auf dem Wasser, während der Himmel die Zwischenräume mit seinem kräftigen Blau ausfüllt. Es ist der Moment, in dem die Natur sich selbst abstrahiert und sich in einen stillen Tanz zwischen fester Struktur &... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Manchmal treffen Phänomene aufeinander, die nichts miteinander zu tun haben und genau dadurch etwas Neues und ästhetisch Ansprechendes hervorbringen.... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
In dieser Dünenlandschaft zieht sich die Hanglinie diagonal durch das Bild zieht und teilt die Fläche in zwei deutlich unterschiedliche Bereiche auf. Entlang dieser Linie blickt man aus unterschiedlichen Richtungen auf die Rippelfelder, was sich nicht nur in verschiedenen Mustern bemerkbar macht, sondern auch in voneinander abweichenden Helligkeite... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Die Welt ist schön. Überall in der Natur findet man interessante Strukturen. Als ich genauer hinsah, hatte ich ein komisches Gefühl an diesem sonnigen Morgen.... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Der ewige Mond am Nachthimmel, für kurze Zeit festgesetzt im stählernen Netz der Zeit. Er wirkt wie eine leuchtende Trophäe, die sich in den schwarzen Geometrien der Oberleitungen verfangen hat – ein Gefangener der Infrastruktur.Hier trifft Kosmisches auf Alltägliches. Während die Drähte den Strom für die Hektik unserer modernen Lebenswelt leiten, ... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
H. Joachim Schlichting. Spektrum der Wissenschaft. 3 (2026), S. 44f Aber von Tee schmeckt das zweite eigentlich am besten.Theodor Fontane Bei einer ostfriesischen Teezeremonie hängt der Genuss von physikalischen Prozessen ab. Während Kandis und Sahne mit dem heißen Tee wechselwirken, kommen akustische, optische und geschmackliche Effekte zusammen.I... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Hier wird die Luft auf indirekte Weise sichtbar gemacht. Das Bild dokumentiert den Moment des viskosen Verästelns: Dort, wo die Luft beim Trennen der Oberflächen in die zähe Farbe einbricht, entstehen diese feinen, baumartigen Verzweigungen – Fraktale. Ein Spiel aus Adhäsion und Viskosität, durch das die chaotische Schönheit natürlicher Wachs... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Nach seinen festen Formen als Eis und Schnee ist das Wasser nun angetreten, seine flüssigen Möglichkeiten auszuschöpfen. Und seien es auch nur Tropfen, die unter einem waagerechten Rohr hängen. Sie hängen dort eine Zeitlang ab und bilden mit den ihnen gegebenen Möglichkeiten die graue Umgebung ab, bis sie sich schließlich abschnüren und abfallen, o... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Als ich am Morgen in der Dämmerung einen Spaziergang im Wald machte, erschrak ich angesichts dieses Anblicks. Ich hatte den Eindruck dort einen Menschen liegen zu sehen. Zwar konnte ich mich schnell überzeugen, einer Pareidolie aufgesessen zu sein, aber die Verwunderung darüber, wie leicht man getäuscht werden kann, blieb noch einige Zeit erhalten.... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Feine Tautropfen liegen auf der verlorenen Vogelfeder wie kleine Linsen. Sie bündeln das Licht, vergrößern die zarten Strukturen und machen sichtbar, was dem bloßen Auge sonst entgeht. Durch die große Oberflächenspannung des Wassers und der der Wasserabweisung (Hydrophobie) durch die Feder sind die Tropfen nahezu kugelförmig und vergrößern das Must... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Manchmal muss man nur die Blickrichtung ändern, um etwas Neues zu sehen. In diesem Fall hat Hans-Jürgen Heyen nicht direkt, sondern indirekt durch ein Glas mit Sprudelwasser auf den bunten Fernsehschirm geblickt. Und was er sah, war nicht nur, dass das Fernsehbild auf dem Kopf stand, sondern auch, dass das Dunkle des Raumes ebenfalls im … ... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Eigentlich wollte ich aus Protest nichts mehr zum Winter posten. Aber als ich dann gestern nachmittag noch auf einige zugefrorene Pfützen stieß, die allerdings in den letzten Zügen lagen, konnte ich dann doch nicht widerstehen. Denn aus dem Augenwinkel heraus konkretisierte sich eine Struktur ohne mein Dazutun als Ballspielerin. Sie blickte mich er... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Es ist noch nicht lange her, dass zur selben Uhrzeit von derselben Stelle gesehen, die Sonne noch etwas tiefer und auf der linken Seite des Baumes stand, der hier als Maßstab dienen soll. Zwar liegt noch etwas Schnee aber die rechte Seite verweist auf die Richtung: alles wird heller, bunter und wärmer. Ich hoffe, dass … ... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Es ist noch dunkel. Ich breche zu meinem morgendlichen Spaziergang auf und erlebe die Welt in ein tiefes Schweigen gehüllt. Der Weg führt auf eine dunkle Baumgruppe zu, die mit feinen, filigranen Ästen in den Himmel ragt. Dieser leuchtet in einem einheitlichen Blau, in dem sich auf eine stimmungsvolle Weise der beginnende Tag ankündigt.Unmittelbar ... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Diese zugefrorene Pfütze habe ich noch kurz vor dem Schneefall aufgenommen und damit den Anblick retten können. Die Eisschicht hat eine völlig glatte Oberfläche, durch die zu sehen ist, was nach dem Zufrieren passierte. Einige Prozesse, die mit dem allmählichen Versickern des Wassers einhergingen, führten in der Horizontalen zu gerundeten Rändern, ... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Nach dem kurzen Intermezzo einiger frostfreier Tage verbunden mit der Annäherung an den Frühling ist die Kälte zurück. Eine zugefrorene Pfütze bringt dies auf dem Foto mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln anschaulich zum Ausdruck. Sie lässt den mythischen Vogel diesmal aus dem Frost aufsteigen. Es geht nicht der Mythe nach heiß, sondern kalt... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Die Ränder dieser Stechpalmenblätter sind mit Reif besetzt, der sich in der kalten Nacht gebildet hat. Dabei sind Wasserdampfmoleküle direkt, d.h. ohne den Zustand flüssigen Wassers zu durchlaufen, kristallisiert. Die Ränder sind besonders geeignet für die Reifbildung, da sie sich sehr stark abkühlen. Anders als Bereiche im Innern der Blätter fließ... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Man ist geradezu versucht, in dieser Szenerie mehr zu sehen als ein meteorologisches Ereignis, einen 22° Halo. Als man die naturwissenschaftlichen Hintergründe noch nicht erkannte, galten sie fast durchweg als schlechtes Omen. Daran mag vor allem die Tatsache schuld gewesen sein, dass Halos häufig einen Wetterumschwung ankündigten. Daher wurden sie... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Ein Foto, ein Auto, ein gespiegelter Bau. Die Frage war nicht, wo ich war – sondern was gesehen wurde.... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Was der Frost in starrer Geduld bewahrte, holt sich die Strömung nun zurück. Eis und Schnee sind passé. Sie haben sich verflüssigt und wirbeln mit neuem Bewegungsdrang durch das alte Bett, in dem die versunkenen Spuren des vergangenen Herbstes noch zu sehen sind: Die sedimentierten Blätter, kürzlich noch von Eis und Schnee bedeckt, leuchten im R... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Darf ich vorstellen? Das ist Puttfarken*, der wohl traurigste – aber auch flauschigste – Schneehaufen der Saison. Er entstand nicht durch einen Bildhauer, sondern durch den beherzten Einsatz eines städtischen Schneepflugs und einer ordentlichen Portion Streusalz.Sein Fell hat diesen exklusiven Großstadt-Grau-Ombré-Look, den man nur so durch eine Mi... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Solange uns der Winter seine Möglichkeiten in vielen für mich neuen Facetten zeigt, gibt er mir meine Themen vor, die alle unter der Überschrift: Eis ist mehr als gefrorenes Wasser zusammengefasst werden können. Heute noch mal zum Thema: Eis kann Kunst sein: Naturkunst, wenn man mir einmal dieses Oxymoron erlaubt. Die Naturgesetze, die hier wirksam... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Hier blickt man auf eine zugefrorene Wasserpfütze, die ein etwa 15 Zentrimeter großes Auge geöffnet hält, das zwar nicht sehen kann aber dafür sehenswert ist. Ich weiß nicht, wie die hier in der Farbsättigung etwas erhöhte Szenerie unterhalb einer transparenten Eisschicht zustandegekommen ist. Der gelbe Sand in der Wasserschicht, der in der Mitte d... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Manchmal bietet es sich an, die Weihnachtdekoration auch im Garten anzubringen. Eine silberne, glänzende Kugel im immergrünen Efeu zu platzieren, ist in der Tat schon etwas Besonderes. Sie macht sich so schön in der natürlichen Umgebung, dass man sie gern etwas länger dort belässt. Wenn sie dann jedoch im Frühling von neuen Trieben des Efeus …... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Als ich dabei war eine alte Hecke aus Holundersträuchern für die neue Vegetationsphase auf Vordermann zu bringen, fühlte ich mich plötzlich durch einen erstaunten Blick aus dem Dickicht heraus irritiert. Schaut mich die schon vor Jahren beschnittene Pflanze wirklich an? Natürlich nicht, aber warum empfinde ich das so?Dieses Gefühl wird durch zwei e... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Der Schnee schläft dicht und fest auf den Drähten, Erkern und Giebeln. Er hüllt dünne, frierende Zweige ein, wie man Kinder nach einem Bad einwickelt in weiches Flanell. Die Laternen haben weiße spitzige Narrenkappen und vor den Gesichtern dünne Schleier mit großen weißen Tupfen. Die goldenen Lichtkugeln der Autos und Straßenbahnen wirbeln Kügelche... mehr auf hjschlichting.wordpress.com
Wer hat hier seine Spuren hinterlassen? Ein Mensch kann es nicht gewesen sein, weil keine menschliche Spur dort hinführte. Ein Vogel, der hier landen wollte und es sich im letzten Moment überlegt hat? Ich stelle mir vor, dass der kurz vor der geplanten Landung mit den Flügeln die vom unteren Bildrand ausgehende Spur hinterlassen hat … ... mehr auf hjschlichting.wordpress.com