Tag nur_f_r_mich
Am Futterplatz auf meinem Balkon ist die Welt überschaubar.Da sind die Meisen, flink und ungeduldig, ein Blau, ein Gelb gegen den bleichen Morgen.Sie kommen zu zweit, zu dritt, manchmal noch mehr. Sie spielen, wechseln Plätze, tanzen.Das Rotkehlchen bleibt länger. Wiegend, wachsam, sucht die Reste und die Krümel mit einer stillen Ernsthaftigkeit.Un... mehr auf claudiakilian.de
Der Januar kommt leise, mit kalten Händen und klarer Luft.Die Tage sind noch kurz, doch sie halten etwas bereit, das man nur spürt, wenn man langsamer geht:ein besonderes Licht.Kein Versprechen, eher ein Angebot.Der Winter sagt nicht: Jetzt.Er sagt: Noch ein wenig. Unter der gefrorenen Erde geschieht Arbeit.Unauffällig, geduldig, ohne Applaus.Samen... mehr auf claudiakilian.de
Heute zur Erinnerung noch mal die fliegende Nähmaschine. Martha Jiménez verbindet in diesem Werk die alltägliche Tätigkeit des Nähens mit einer surrealen, fast magischen Dynamik. Die Frau, selbstbewusst und sinnlich dargestellt, sitzt auf der Nähmaschine, die zum ungewöhnlichen Fahrzeug wird. Die wehenden Haare und das farbenfrohe Kleid unterstreic... mehr auf claudiakilian.de
Mein erstes Rentenjahr neigt sich dem Ende zu. Zuerst hat es sich völlig anders entwickelt, als ich es mir hätte vorstellen können, und es hat mir eine ganze Menge abverlangt. An manchen Tagen war ich in einem echten Ausnahmezustand und musste mir besonders in der ersten Hälfte des Jahres buchstäblich jeden eigenständigen Schritt erkämpfen. Der [... mehr auf claudiakilian.de
Da bald Weihnachten ist, kann ich schon mal mit den Geschenken anfangen und euch einen Geschenklink zu den Krautreportern überreichen. Könnt ihr gerne vor Heiligabend aufmachen. Gute Nachrichten, die 2025 untergegangen sind. Manchmal schaue ich in den Erinnerungen nach, was mir früher so durch den Kopf ging. Ziemlich viel, aus heutiger Sicht. Damal... mehr auf claudiakilian.de
An meinem Geburtstag habe ich mir selbst einen lang gehegten Wunsch erfüllt und eine Theateraufführung auf der Felsenbühne Rathen besucht. Dort möchte ich schon einmal hin, seit ich weiß, dass es dieses Freilichttheater im Herzen der Sächsischen ... mehr auf koeniginnenreich.blogspot.com
Als meine Schulfreundin Jana und ich feststellten, dass wir zur gleichen Zeit kinderfreie Ferientage haben würden, war der Plan schnell klar: Zum ersten Mal besuche ich sie allein in Berlin! Deshalb stammen meine zwölf Bilder vom 12. August auch aus der Hauptstadt:... mehr auf koeniginnenreich.blogspot.com
Eine wunderbare Sommergeburtstagswoche liegt hinter mir. Sie begann mit einem Familienausflug in die Fotoabteilung eines großes Elektronikmarktes, wo ich mir mein Geschenk aussuchen durfte.Das war das erste Foto, das ich damit geschossen habe:... mehr auf koeniginnenreich.blogspot.com
Letzten Sommer hatte ich mir ein schönes maritimes Top genäht. Der Rock dazu - bereits beim Märznähbloggertreffen 2014 begonnen - war auch über ein Jahr lang fast fertig. Aber eben nur fast. Erst jetzt bin ich dazu gekom... mehr auf koeniginnenreich.blogspot.com
das Herz klopft sich durch die Magengrube pocht und poltert erstickt zum Schein die Kehle um danach höhnisch durch den Bauch zu kullern... mehr auf claudiakilian.de
... ganz für mich allein! Sowas nähe ich ja nur alle Jubeljahre mal! Aber nachdem die Hürden Nähmaschinenreparatur (1 x 3 Monate, 1 x 2 Wochen), sieben Meter Schrägband und Zeit zum Nähen allesamt genommen waren, konnte ich loslegen und mir endlich, endlich mein Frühlingsröckchen nach Sophies verheißungsvollem Wick... mehr auf koeniginnenreich.blogspot.com
Die Nähe hat sich als Irrtum herausgestellt Leider mit dem falschen Maßstab vermessen Keine Freude für die geschundene Seele So fern, so weit Im Traum dann doch Zum Greifen nah.... mehr auf claudiakilian.de
Sitzungstag. Da sind viele Dokumente zu unterschreiben. Jedes Mal setze ich zum Datum an und denke: der 8. Mai. Der 8. Mai. Der Tag des langersehnten Ende des zweiten Weltkriegs. Der Untergang des faschistischen Reiches der Größenwahnsinnigen. Geschichte wiederholt sich, heißt es manchmal. Sie wiederholt sich und bleibt trotzdem nicht gleich. Es is... mehr auf claudiakilian.de
„Ein rotes Blattvon einem Ahornaufgehobenim Vorübergehen –die kleine Münzedes Herbstes.“ von Hilde Domin... mehr auf claudiakilian.de
Ein Tag der bis oben hin vollgestopft war mit Kleinkram. Das ist zu tun und dies ist zu tun. Und noch was und nichts geht von der Hand. Die Strümpfe rutschen in die Schuhe, der Regenschirm verliert seinen Griff. Die S-Bahn steht und fährt nicht weiter, die U-Bahn fällt aus. Der Ausweis für die Bücher […]... mehr auf claudiakilian.de
Ungefähr die Hälfte habe ich jetzt gelesen vom Briefwechsel zwischen Astrid Lindgren und Louise Hartung. Sollte ich mein Empfinden dazu ganz kurz zusammenfassen, dann fällt mir kaum etwas originelleres ein als: Louise, Louise, Louise! Die Briefe der Astrid L. verblassen geradezu neben denen von Louise. Die von Louise sind so ziemlich das Beste, was... mehr auf claudiakilian.de
Ich fühle meine Kraft täglich schwinden. Die körperliche. Die geistige Kraft. Die psychische Kraft. Auch die. Alle Energie verschwindet in einem schwarzen Loch, das sich Alltag nennt. So richtig kann ich nichts anfangen mit den Mythen, die sich um das zeitgenössische junge Alter ranken. Du bist so alt wie du bist. Das ist meine Wahrheit. […]... mehr auf claudiakilian.de
Aus dem gefährlichen Abgrund der alten Tagebuchaufzeichnungen: Zusammensein – es ist ein schönes Gefühl, wenn man es durchgehend spürt; dieses Zusammensein. Nichts kann uns trennen. Nichts auseinanderreißen. Eine Einheit bilden. Dieses große Bedürfnis ein Teil vom Ganzen zu sein. Ein abgeschlossenes Ganzes zu sein. Und das Gefühl nicht allein... mehr auf claudiakilian.de
Manchmal wünschte ich mir, ich könnte einfach meine Sachen packen und ins Land der Dünnhäutigen, Sanftmütigen und Mimosen ziehen. Mir ist das Klima zu rauh geworden und die Evolution hat es versäumt mir einen giftigen Stachel mitzugeben. Ich wünschte, ich könnte meine Sachen packen und mir einen Pass besorgen für das Land „Soziale Demokratis... mehr auf claudiakilian.de
Im Zentrum von Donatella Di Pietrantonios Roman „Die zerbrechliche Zeit“, übersetzt von Maja Pflug, entfaltet sich ein eindringliches Porträt einer Mutter-Tochter-Beziehung, die von einer fragilen Dynamik geprägt ist. Die Tochter, die ihr Studium abgebrochen hat, kehrt in das kleine Dorf in den Abruzzen zurück, ein Ort, der nicht nur ihre Kindheit,... mehr auf claudiakilian.de
meine Liebe mein kostbarstes Gut mein Herz ist nie verschlossen nur in sich gekehrt... mehr auf claudiakilian.de
Die Onleihe schenkt mir den Genuss der Tagebücher von Brigitte Reimann als Hörbuch. Gesprochen wirken sie noch intensiver als beim Lesen. Diese Frau, die immer liebt. Die nur im Lieben auch leben kann. Diese Frau, die immer leidet. Ein lebendes Klischee voller Würde und mit der tiefen Sehnsucht nach Respekt. Aus heutiger Sicht ist das […]... mehr auf claudiakilian.de
Hach, heute konnte ich unter Zuhilfenahme meiner gesamten Bahnfahr-Kompetenzen aus zwei Verspätungen der Bahn eine pünktliche Ankunft kreieren. Aber nur, weil ich geistesgegenwertig und risikofreudig, meinen gerade verlassenen Zug wieder geentert habe. Das war schön.... mehr auf claudiakilian.de
Die Luft ist kalt und klar. Der Himmel blau und die Vögel hinterlassen ihre Scheiße auf meinem Balkon. Kann es im Februar schöner sein? Bezüglich der Pandemie begnüge ich mich damit, die Impfstatistiken per Telepathie nach oben zu treiben. Vielleicht hilft es ja. Als Abendunterhaltungsprogramm sind immer noch genügend koreanische Krimiserie mit Unt... mehr auf claudiakilian.de
Sich erinnern ist eine besondere Form der Fiktion.... mehr auf claudiakilian.de
Ich schreite mein Leben ab. Schritt für Schritt messe ich mein Leben aus. 8000 Schritte bis zum Feierabend. 1000 Schritte zur U-Bahn-Station. 650 Einkaufschritte. Den Staub auf meiner Seele nach einem Arbeitstag laufe ich mir in durchschnittlich 3000 Schritten ab. Vermeintlich. Allerdings bleibt da immer eine Schicht Gemütsstaub liegen. Für deren E... mehr auf claudiakilian.de