Tag projekte_fragmente
VIII Die goldenen Augen öffneten sich lautlos. Sie waren gewaltig, größer als jedes Gebäude in Nivora. Sie blickten nicht auf die Gruppe, sondern durch sie hindurch. Als würden sie nicht Menschen sehen, sondern nur die Zeit selbst. Professor Elias Bergmann machte unwillkürlich einen Schritt zurück. „Was ist das?“ Der Uhrmacher schloss langsam seine... mehr auf wortman.wordpress.com
Und die Welt reagierte, oder besser die Realität selbst. Ein Stein der Mauer flackerte, für einen Augenblick löste er sich auf um kurz danach wieder zu erscheinen. So, als würde die Anwesenheit des Wesens die Schöpfung vergessen lassen, was sie sein sollte. „Das kann nicht sein“, flüsterte Ramana. „Doch“, sagte Ugrudai. „Ich habe es damals […... mehr auf wortman.wordpress.com
Die Frau stand langsam auf. Ihre Beine waren unsicher, doch sie fiel nicht. Sie breitete die Flügel ein Stück aus. Staub wirbelte vom Boden auf. „Warum habt ihr mich zurückgeholt?“, fragte sie. Die alte Frau ging langsam um sie herum, betrachtete sie wie ein Kunstwerk. „Weil die Welt sich wieder verändern wird“, sagte sie. „Weil […]... mehr auf wortman.wordpress.com
VII Die Welt zerfiel nicht, sie wurde umsortiert. Victor Marlow spürte zuerst ein Kribbeln in seinen Händen. Dann verschwanden die Geräusche der Stadt. Kein Wind, keine Stimmen, kein Ticken, einfach nichts. Es fühlte sich an, als wäre die gesamte Welt zwischen zwei Sekunden eingeklemmt worden. Plötzlich stand Marlow nicht mehr auf dem Zentralplatz.... mehr auf wortman.wordpress.com
Die ersten Kryktha trafen die Mauern, dann die Türme, die Kriegerinnen. Schreie erfüllten die Luft. „Schilde über die Köpfe!“, brüllte Adamanta. Zu spät für viele. Die kleinen Kreaturen bissen nicht, sie stachen. Jeder Treffer hinterließ einen schwarzen Fleck auf Haut oder Rüstung und überall dort begann die Verderbnis zu wachsen. Ein Schrei ertönt... mehr auf wortman.wordpress.com
Sheriff Mallory war offiziell suspendiert, doch das hielt ihn nicht davon ab, weiterzuarbeiten. Es bedeutete nur, dass er jetzt vorsichtiger sein musste. In dieser Nacht parkte er seinen Wagen nicht vor dem Sheriffbüro, sondern zwei Straßen weiter hinter einer alten Lagerhalle. Das Licht im Büro war aus, doch er wusste, dass mindestens einer der „B... mehr auf wortman.wordpress.com
VI Der Herzschlag war überall zugleich und gerade deshalb erschreckend. Er durchdrang die Straßen, die Gebäude, die Luft und die Menschen selbst. Für einen kurzen Augenblick wurde alles schwarz, dann öffnete Inspektor Victor Marlow die Augen. Er lag in einem ganz gewöhnliches Bett, Sonnenlicht fiel durch halb geöffnete Vorhänge, irgendwo in der Fer... mehr auf wortman.wordpress.com
Goldene Linien schossen von Ugrudais Füßen aus über den Boden. Sie breiteten sich durch die Straßen der Feste aus, krochen über Mauern und Türme, bis sie die alten Runen erreichten, die vor Jahrhunderten in die Steine von Saphadkhagul gemeißelt worden waren. Eine nach der anderen erwachten die Runen. Die Feste antwortete. Ein tiefes Grollen ging [&... mehr auf wortman.wordpress.com
Das Motelzimmer war dunkel, nur eine kleine Lampe brannte auf dem Tisch. Der grauhaarige Mann saß auf einem Stuhl und betrachtete die Karte, die vor ihm lag. Darauf waren mehrere Orte markiert, nicht nur Camacord, sondern Städte, Häfen, Flughäfen, sogar Militärbasen. Die Tür öffnete sich, und einer seiner Männer trat ein. „Wir haben sie heute [R... mehr auf wortman.wordpress.com
V Das Geräusch zerspringenden Glases hallte durch ganz Nivora. Millionen von Scherben regneten auf die Straßen herab. Doch sie fielen nicht zu Boden, sie blieben mitten in der Luft stehen, als hätte eine unsichtbare Hand beschlossen, dass selbst die Schwerkraft nicht mehr gelten sollte. Professor Elias Bergmann hob schützend den Arm vor sein Gesich... mehr auf wortman.wordpress.com
Hinter ihr erklangen schwere Schritte. Ugrudai folgte ihr und jeder seiner Tritte ließ den Tempel erbeben. Als Adamanta die Oberwelt erreichte, schaute sie sofort zum Tor. Das Nordtor hielt noch aber tiefe Risse durchzogen das uralte Holz und die eisernen Beschläge waren verbogen. Dahinter hämmerte etwas dagegen. Immer wieder. Die Amazonen standen ... mehr auf wortman.wordpress.com
Über der Mulde erhob sich Nhar’Vael. Sein gigantischer Nebelkörper hatte sich zu einer Form verdichtet, die kaum noch menschlich wirkte, ein Netzwerk aus unzähligen Fäden. Zum ersten Mal richtete sich seine Aufmerksamkeit direkt auf Serwain. Im gleichen Moment hörte Serwain eine Stimme in seinem Kopf: Wähle. Der Nebel selbst wartete. Tief unter ihn... mehr auf wortman.wordpress.com
Eine Stunde später saß Mallory in Bannions Arbeitszimmer und warf seinen Sheriffstern auf den Tisch. „Suspendiert“, sagte er. „Ich bin offiziell raus.“ Bannion setzte sich ihm gegenüber. „Dann hatten wir recht. Sie kontrollieren alles.“ „Ja“, sagte Mallory. „Und sie suchen etwas. Oder jemanden. Und ich glaube, wir wissen beide wen.“ In diesem Momen... mehr auf wortman.wordpress.com
Bergmann sah sich um. „Hören Sie das?“ Marlow nickte. „Seit der Maschine aktiviert wurde.“ Helena blieb plötzlich stehen. Ihr Blick fiel auf den großen Uhrenturm am Zentralplatz. Etwas stimmte nicht. Die Zeiger bewegten sich aber nicht gemeinsam. Der Stundenzeiger lief vorwärts, der Minutenzeiger rückwärts und der Sekundenzeiger sprang unkontrollie... mehr auf wortman.wordpress.com
Schwarze Schuppen bedeckten seinen Leib, matt wie erkaltete Kohle. Gewaltige Hörner ragten aus seinem Schädel nach hinten, von uralten Kerben gezeichnet. Zwischen den halb gefalteten Gliedmaßen spannte sich eine dunkle Haut, dick wie Leder und dennoch wirkte er nicht völlig leblos. Tief unter den Schuppen pulsierte ein schwaches Glimmen wie die let... mehr auf wortman.wordpress.com
Serwain und die Amazonen stürmten vor. Das Schutzfeld flackerte, als Brogar seinen Runenhammer immer wieder gegen einen der Metallstäbe schlug. Der Schild riss für einen Moment auf. Das reichte Kaeryn. Sie sprang hindurch und schleuderte ihren Speer. Der Speer traf einen Ordensmagier in der Brust. Ein zweiter Soldat zog sein Schwert, Tomas schlug i... mehr auf wortman.wordpress.com
Sheriff Mallory saß an seinem Schreibtisch und starrte auf die Akte vor sich. Drei Tote im Wald, ein Holzfäller auf der Bergstraße. Keine Tatwaffe, keine Tierspuren, nur Fußabdrücke von kleinen nackten Füßen, die einfach im Nichts endeten. Dazu bewaffnete Männer in seiner Stadt, gegen die er nichts in der Hand hatte. Es klopfte an seiner […]... mehr auf wortman.wordpress.com
IV Eine unnatürliche Kälte breitete sich im Labor aus. Professor Bergmann starrte auf die Anzeige der Chronometermaschine. DER UHRMACHER HAT NIVORA BETRETEN. Die Buchstaben leuchteten für einen Augenblick auf, bevor sie wieder verschwanden. Inspektor Victor Marlow trat näher an das Kontrollpult. „Wer oder was ist der Uhrmacher?“ Helena Falk antwort... mehr auf wortman.wordpress.com
Adamanta trat langsam näher. „Berichte.“ Lyris schluckte. „Der Wald… ist tot.“ Ihre Stimme zitterte. „Die Tiere… sie bewegen sich noch, aber sie sind… falsch und da ist etwas Größeres. Etwas, das…“ Ein Krampf durchzuckte sie. Sie keuchte, krallte sich in den Boden. „Nein.“ Rica machte einen Schritt vor. „Wir müssen ihr helfe... mehr auf wortman.wordpress.com
Er griff nicht frontal an, er sickerte. Feine Fäden glitten unter die Geräte, durch kleinste Lücken im Schutzkreis. Ein Ordensmagier bemerkte es zu spät. Der Nebel berührte seine Hand. Er schrie auf und verstummte dann. Sein Gesicht begann sich langsam und unaufhörlich zu glätten. Die anderen Ordensmitglieder gerieten in Panik doch Valceran blieb r... mehr auf wortman.wordpress.com
Die Nacht war kühl, und Nebel zog vom Wald herüber in Richtung Stadt. Vom Dach eines Hauses aus blickte Ti Ma’Re auf das Motel. Mehrere Fenster waren beleuchtet, Schatten bewegten sich dahinter, Autos standen auf dem Parkplatz. Doch sie wusste, dass diese Männer alles andere als unauffällig waren. Sie hockte reglos am Rand des Daches, […]... mehr auf wortman.wordpress.com
Marlow runzelte die Stirn. „Das ergibt keinen Sinn.“ Die Frau sah ihn an. „Natürlich nicht.“ Sie zeigte auf Marlow. „Victor Marlow. Direktion für Nationale Stabilität. Geboren am 14. Februar. Früherer Pilot der Luftflotte, später Ermittler.“ Marlows Gesicht wurde ernst. „Woher wissen Sie das alles?“ „Weil ich aus Ihrer Zukunft komme.“ „Das ist verr... mehr auf wortman.wordpress.com
Nareas Körper krampfte heftig. Der Griff um Lyris’ Arm wurde stärker. Ihr Kopf zuckte zur Seite und als sie wieder zu Lyris schaute, waren ihre Augen schwarz. Der Mund öffnete sich weiter als es eigentlich möglich war. Lyris erstarrte. Mit einem erstickten Laut riss sie ihren Dolch hervor und stieß ihn unter Nareas Kinn nach […]... mehr auf wortman.wordpress.com
Der Nebel über der Mulde veränderte sich. Zuerst kaum sichtbar, nur ein leicht schnelleres Kreisen. Dann begannen lange Schleier aus Dunst aus dem Strudel aufzusteigen und sich über den Boden wie Sucharme zu ziehen. Kaeryn hob sofort die Hand. „Still.“ Der Nebel selbst begann zu flüstern, mit mit Worten sondern mit Bewegung. Dünne Fäden tasteten [&... mehr auf wortman.wordpress.com
Der schwarze Wagen fuhr langsam durch die Hauptstraße von Camacord. Es war kurz nach Mitternacht, und die Stadt lag still. Nur vor der Tankstelle brannte noch Licht, und irgendwo bellte ein Hund. Der grauhaarige Mann saß auf dem Beifahrersitz. Sein Arm war verbunden, doch sein Blick war ruhig und konzentriert, während er die Gebäude der […]... mehr auf wortman.wordpress.com
III Das Auge verschwand so plötzlich, wie es erschienen war. Mit einem metallischen Klicken schloss sich das Messingherz der Chronometermaschine wieder. Im Labor herrschte vollkommene Stille. Niemand sprach oder bewegte sich.Nur das Ticken der Maschine war geblieben. Tick. Tick. Tick. Inspektor Victor Marlow starrte auf den Apparat. „Sagen Sie mir ... mehr auf wortman.wordpress.com
Sein Körper bestand aus verdrehten Formen, als hätten sich mehrere Kreaturen ineinander verkrallt. Gliedmaßen ragten in unnatürlichen Winkeln hervor, bewegten sich unabhängig voneinander. Etwas pulsierte unter der Oberfläche und mittendrin ein Maul. Groß und tief. „Lauf“, flüsterte Narea. Lyris rührte sich nicht. Das Ding verharrte und neigte es si... mehr auf wortman.wordpress.com
Die Wächterinnen führten die Gruppe ein Stück den Hang hinauf. Dort, wo der Nebel etwas dünner war, konnte man den Boden erkennen. Dort sah man Abdrücke von Stiefeln. Sie stammten nicht von den Sandalen der Amazonen oder den Stiefeln von Zwergen. Serwain kniete sich hin. „Menschen. Das sind Abdrücke genagelter, militärischer Stiefel “ Brogar schütt... mehr auf wortman.wordpress.com
Der Sheriff fuhr den Wagen langsam über den schmalen Waldweg. Die Scheinwerfer schnitten helle Finger in die Dunkelheit, während Äste gegen die Seiten des Wagens schlugen. Pater Bannion saß auf dem Beifahrersitz und starrte hinaus in die Nacht. „Glauben Sie wirklich, wir finden sie?“, fragte der Sheriff. Bannion nickte leicht. „Ja. Wenn sie verwund... mehr auf wortman.wordpress.com
Der Inspektor näherte sich der Maschine als plötzlich die Luft zu flimmern begann. Ein Bild entstand. Es zeigte dasselbe Labor aber zerstört. Metallträger ragten aus den Wänden , überall Trümmer und mittendrin stand Marlow. Älter mit grauen Haaren und einer tiefen Narbe über seiner rechten Wange. Er blickte direkt zu seinem jüngeren Ich. „Fass die ... mehr auf wortman.wordpress.com
Auf ihren Handys erschien gleichzeitig eine Nachricht. Es war nur ein Satz: Kommt in den Park! Lena, Tomás und Mira trafen sich zum ersten Mal gemeinsam im Park. Der alte Mann saß bereits auf einer Bank. „Wer sind Sie?“, fragte Lena direkt. Der alte Mann lächelte. „Niemand Besonderes.“ „Das beantwortet die Frage nicht.“ „Doch“, sagte […]... mehr auf wortman.wordpress.com
Ein zweiter Hirsch trat hervor, dann ein dritter und hinter ihnen etwas Größeres. Etwas, das sich nicht vollständig zeigte. Nur ein Umriss mit scheinbar vielen Gliedern. Lyris’ Griff um den Speer wurde fester. „Wenn wir rennen, sterben wir.“ Narea schluckte. „Und wenn wir bleiben?“ Lyris’ Blick blieb auf die Dunkelheit gerichtet. „Dann vielleicht s... mehr auf wortman.wordpress.com
Tomas flüsterte: „Wie können sie hier kämpfen?“ Die Frau hörte es. „Weil wir nicht sehen.“ Sie tippte sich mit zwei Fingern an die Schläfe. „Der Nebel nimmt Augen. Erinnerungen. Richtung.“ Dann zeigte sie auf ihr Ohr. „Aber er kann nicht nehmen, was wir teilen.“ Die anderen Amazonen standen still – doch Serwain bemerkte etwas. Sie […]... mehr auf wortman.wordpress.com
Der Wald rauschte unter ihr, während Ti Ma’Re durch die Nacht flog. Doch ihr Flug war nicht mehr schnell und lautlos wie zuvor. Ihre Bewegungen waren schwerer geworden, unkontrollierter. Das Gift brannte in ihrem Körper wie Feuer und sie verlor an Höhe. Mit einem letzten Flügelschlag erreichte sie eine kleine Lichtung. Hart schlug sie auf […]... mehr auf wortman.wordpress.com
Die Silhouette war jetzt teilweise im Kreis. Es schien als würde sie versuchen, durch ein enges Tor zu dringen. Brogar schrie ein Wort in einer uralten Sprache, dann holte er aus und der Hammer traf den Boden. Ein Riss ging durch die Erde – kein physischer, sondern ein Riss im Nebel selbst. Für einen Herzschlag […]... mehr auf wortman.wordpress.com
Die Schule wirkte zu eng, zu still. Lena lief durch den Hauptflur, während Gespräche dumpf und fern klangen. Als wäre Wasser zwischen ihr und der Welt. Dann sah sie es: Am Ende des Flurs fehlte die Wand. Dort, wo eigentlich die Fensterfront sein sollte, bewegte sich Wasser. Nicht draußen, sondern im Flur. Wellen rollten langsam […]... mehr auf wortman.wordpress.com
Mein Sohn hat diese Kurzgeschichte geschrieben. Ich bin wirklich stolz, dass er neben dem Zeichnen auch gerne schreibt. Er hat gesagt, ich kann die hier präsentieren. Die Prophezeiung eines falschen Engels Ich habe nicht zugehört. Ich wollte nicht. Ich bereue es. Hier liege ich, in meinem Bett. Gefangen. Ich kann mich nicht bewegen, kann meinen [... mehr auf wortman.wordpress.com
Der Morgen begann mit Nebel. Nicht gewöhnlichem Nebel. Er lag nicht über der Stadt, sondern zwischen ihr. Lena bemerkte es sofort. Die Häuser standen an ihren gewohnten Plätzen. Die Menschen gingen zur Arbeit. Fahrräder fuhren vorbei. Doch zwischen den Gebäuden bewegten sich graue Schleier, als würden unsichtbare Ströme durch die Straßen fließen. S... mehr auf wortman.wordpress.com
Pater Bannion konnte in dieser Nacht nicht schlafen. Der Schatten in den Bäumen ließ ihm keine Ruhe. Immer wieder sah er die abrupt endenden Fußspuren vor sich. In all seinen Jahren hatte er viele seltsame Dinge gesehen, doch das hier fühlte sich anders an. Älter, dunkler. Er saß in seinem Arbeitszimmer hinter der Kirche. Der […]... mehr auf wortman.wordpress.com
LINA HOB DAS GERÄT VORSICHTIG AUF. DAS GERÄT BEGANN ZU BLINKEN. EIN LAUTLOSES FLUGGERÄT ERSCHIEN ÜBER DEN BÄUMEN. LICHTER DURCHSCHNITTEN DEN WALD. LINA UND TARO VERSTECKTEN SICH HINTEN DEN BÄUMEN. …UND 76 JAHRE NACH DEM ENDE DER WELT… …HATTE DER NORDEN UNS JETZT GEFUNDEN? Idee: T.R. aka Wortman Bilderstellung: ChatGPT © 2026 T.R. ... mehr auf wortman.wordpress.com
