Tag projekte_fragmente
Nareas Körper krampfte heftig. Der Griff um Lyris’ Arm wurde stärker. Ihr Kopf zuckte zur Seite und als sie wieder zu Lyris schaute, waren ihre Augen schwarz. Der Mund öffnete sich weiter als es eigentlich möglich war. Lyris erstarrte. Mit einem erstickten Laut riss sie ihren Dolch hervor und stieß ihn unter Nareas Kinn nach […]... mehr auf wortman.wordpress.com
Der Nebel über der Mulde veränderte sich. Zuerst kaum sichtbar, nur ein leicht schnelleres Kreisen. Dann begannen lange Schleier aus Dunst aus dem Strudel aufzusteigen und sich über den Boden wie Sucharme zu ziehen. Kaeryn hob sofort die Hand. „Still.“ Der Nebel selbst begann zu flüstern, mit mit Worten sondern mit Bewegung. Dünne Fäden tasteten [&... mehr auf wortman.wordpress.com
Der schwarze Wagen fuhr langsam durch die Hauptstraße von Camacord. Es war kurz nach Mitternacht, und die Stadt lag still. Nur vor der Tankstelle brannte noch Licht, und irgendwo bellte ein Hund. Der grauhaarige Mann saß auf dem Beifahrersitz. Sein Arm war verbunden, doch sein Blick war ruhig und konzentriert, während er die Gebäude der […]... mehr auf wortman.wordpress.com
III Das Auge verschwand so plötzlich, wie es erschienen war. Mit einem metallischen Klicken schloss sich das Messingherz der Chronometermaschine wieder. Im Labor herrschte vollkommene Stille. Niemand sprach oder bewegte sich.Nur das Ticken der Maschine war geblieben. Tick. Tick. Tick. Inspektor Victor Marlow starrte auf den Apparat. „Sagen Sie mir ... mehr auf wortman.wordpress.com
Sein Körper bestand aus verdrehten Formen, als hätten sich mehrere Kreaturen ineinander verkrallt. Gliedmaßen ragten in unnatürlichen Winkeln hervor, bewegten sich unabhängig voneinander. Etwas pulsierte unter der Oberfläche und mittendrin ein Maul. Groß und tief. „Lauf“, flüsterte Narea. Lyris rührte sich nicht. Das Ding verharrte und neigte es si... mehr auf wortman.wordpress.com
Die Wächterinnen führten die Gruppe ein Stück den Hang hinauf. Dort, wo der Nebel etwas dünner war, konnte man den Boden erkennen. Dort sah man Abdrücke von Stiefeln. Sie stammten nicht von den Sandalen der Amazonen oder den Stiefeln von Zwergen. Serwain kniete sich hin. „Menschen. Das sind Abdrücke genagelter, militärischer Stiefel “ Brogar schütt... mehr auf wortman.wordpress.com
Der Sheriff fuhr den Wagen langsam über den schmalen Waldweg. Die Scheinwerfer schnitten helle Finger in die Dunkelheit, während Äste gegen die Seiten des Wagens schlugen. Pater Bannion saß auf dem Beifahrersitz und starrte hinaus in die Nacht. „Glauben Sie wirklich, wir finden sie?“, fragte der Sheriff. Bannion nickte leicht. „Ja. Wenn sie verwund... mehr auf wortman.wordpress.com
Der Inspektor näherte sich der Maschine als plötzlich die Luft zu flimmern begann. Ein Bild entstand. Es zeigte dasselbe Labor aber zerstört. Metallträger ragten aus den Wänden , überall Trümmer und mittendrin stand Marlow. Älter mit grauen Haaren und einer tiefen Narbe über seiner rechten Wange. Er blickte direkt zu seinem jüngeren Ich. „Fass die ... mehr auf wortman.wordpress.com
Auf ihren Handys erschien gleichzeitig eine Nachricht. Es war nur ein Satz: Kommt in den Park! Lena, Tomás und Mira trafen sich zum ersten Mal gemeinsam im Park. Der alte Mann saß bereits auf einer Bank. „Wer sind Sie?“, fragte Lena direkt. Der alte Mann lächelte. „Niemand Besonderes.“ „Das beantwortet die Frage nicht.“ „Doch“, sagte […]... mehr auf wortman.wordpress.com
Ein zweiter Hirsch trat hervor, dann ein dritter und hinter ihnen etwas Größeres. Etwas, das sich nicht vollständig zeigte. Nur ein Umriss mit scheinbar vielen Gliedern. Lyris’ Griff um den Speer wurde fester. „Wenn wir rennen, sterben wir.“ Narea schluckte. „Und wenn wir bleiben?“ Lyris’ Blick blieb auf die Dunkelheit gerichtet. „Dann vielleicht s... mehr auf wortman.wordpress.com
Tomas flüsterte: „Wie können sie hier kämpfen?“ Die Frau hörte es. „Weil wir nicht sehen.“ Sie tippte sich mit zwei Fingern an die Schläfe. „Der Nebel nimmt Augen. Erinnerungen. Richtung.“ Dann zeigte sie auf ihr Ohr. „Aber er kann nicht nehmen, was wir teilen.“ Die anderen Amazonen standen still – doch Serwain bemerkte etwas. Sie […]... mehr auf wortman.wordpress.com
Der Wald rauschte unter ihr, während Ti Ma’Re durch die Nacht flog. Doch ihr Flug war nicht mehr schnell und lautlos wie zuvor. Ihre Bewegungen waren schwerer geworden, unkontrollierter. Das Gift brannte in ihrem Körper wie Feuer und sie verlor an Höhe. Mit einem letzten Flügelschlag erreichte sie eine kleine Lichtung. Hart schlug sie auf […]... mehr auf wortman.wordpress.com
II Die Dunkelheit hielt nur wenige Sekunden an. Doch für alle Anwesenden fühlte sie sich deutlich länger an. Als die Lampen wieder aufflackerten, hatte sich etwas verändert. Professor Elias Bergmann bemerkte es sofort. Das Labor war stiller geworden. Selbst die gewaltigen Dampfleitungen in den Wänden, die sonst ununterbrochen rauschten und zischten... mehr auf wortman.wordpress.com
Ein weiteres Summen – schwächer diesmal. Die übrigen Kryktha wichen zurück, drängten sich zur Tür, als wollten sie fliehen. Adamanta erhob sich langsam. In ihrem Inneren breitete sich eine kalte Gewissheit aus. „Die Kundschafter“, sagte sie. Rica verstand sofort. „Ich schicke sofort…“ „Nein.“ Adamantas Stimme war fest. „Zu spät für Boten.“ Si... mehr auf wortman.wordpress.com
Über Generationen entwickelte sich eine neue Kultur. Die Amazonen wurden zu Wächterinnen des Schleiers. Ihre Aufgaben waren die Reparatur beschädigter Runen an den Säulen, Tötung von Kreaturen, die vom Nebel verändert wurden, durchführen von Ritualen, die die kollektive Erinnerung des Stammes stärkten und das Abfangen von Expeditionen, die zu nahe ... mehr auf wortman.wordpress.com
Der Schrei hallte durch die Kirche, als Ti Ma’Re sich mit aller Kraft nach vorne stieß. Trotz des schrillen Tons, der ihren Kopf wie Feuer durchbohrte, zwang sie ihren Körper zur Bewegung. Der grauhaarige Mann riss überrascht die Augen auf, als sie ihn schneller erreichte, als er erwartet hatte. Ihre Krallen trafen seinen Arm, das […]... mehr auf wortman.wordpress.com
„Sie behaupten also, die Zukunft existiert bereits?“ „Nicht nur eine.“ Der Professor deutete auf den Kern. „Tausende.“ Für einen Moment wurde es still. Dann begann die Maschine anders zu klingen. Tick. Tick. Tack. Bergmann blieb stehen und sein Gesichtsausdruck verändere sich. Er trat an ein Kontrollpult. Ein Zeiger bewegte sich unruhig, eine Vakuu... mehr auf wortman.wordpress.com
Am nächsten Morgen entsandte Adamanta je zwei Kriegerinnen in alle Himmelsrichtungen. Sie sollten Ausschau halten nach allem, was nicht dorthin gehörte. Wieder saß sie mit Ramana in ihrer Hütte. Die Priesterin hatte ihre Runensteine vor sich ausgebreitet. „Wenn die Kundschafter etwas finden“, sagte sie leise, „sollten wir den Beschützer wecken.“ Ad... mehr auf wortman.wordpress.com
Als Serwain fragte, ob Nhar’Vael also ihr Verbündeter sei, schüttelte der Zwerg nur langsam den Kopf. „Verbündeter?“ sagte er. „Nein.“ Er blickte hinaus in den Nebel. „Er ist der letzte Wächter.“ Dann fügte er leise hinzu: „Und wir sind genau das, wovor er den Schlafenden schützt.“ In den Chroniken der Hafenstadt Salwern endete die Geschichte [R... mehr auf wortman.wordpress.com
In derselben Sekunde hoben sie ihre Waffen und feuerten in Ti Ma’Res Richtung. Bannion und der Sheriff gingen hinter einer Kirchenbank in Deckung. Der Pater deutete dem Sheriff an, nicht einzugreifen. Ein ohrenbetäubendes Knallen hallte durch die Kirche. Kugeln schlugen in die Steinwände, Holz splitterte, Glas zerbrach. Doch Ti Ma’Re war nich... mehr auf wortman.wordpress.com
I Über der Stadt Nivora spannte sich ein schwerer, grauer Himmel. Riesige Zeppeline glitten lautlos zwischen hohen Fabrikschornsteinen und stählernen Funkmasten hindurch. Unter ihnen verliefen breite Straßen aus dunklem Pflasterstein, auf denen motorisierte Kutschen, dampfbetriebene Omnibusse und vereinzelte Fahrräder mit Messinglampen unterwegs wa... mehr auf wortman.wordpress.com
Der Morgen begann mit Nebel. Nicht gewöhnlichem Nebel. Er lag nicht über der Stadt, sondern zwischen ihr. Lena bemerkte es sofort. Die Häuser standen an ihren gewohnten Plätzen. Die Menschen gingen zur Arbeit. Fahrräder fuhren vorbei. Doch zwischen den Gebäuden bewegten sich graue Schleier, als würden unsichtbare Ströme durch die Straßen fließen. S... mehr auf wortman.wordpress.com
Adamanta stand am Fenster ihrer Hütte und blickte hinaus auf die vorbeiziehenden Nebelschwaden. Ein feines, fast melodisches Summen lag in der Luft. Die Kryktha sind früh unterwegs. Vor langer Zeit war ihr Volk ein Bündnis mit diesen Wesen eingegangen. So klein und auf den ersten Blick beinahe niedlich sie wirkten – sie waren Fleischfresser. Ein [&... mehr auf wortman.wordpress.com
Die Schritte vor der Kirche stoppten vor der Tür. Dann wurde es still. Sheriff Mallory griff automatisch nach seiner Waffe. „Ich hoffe, Sie haben eine verdammt gute Erklärung für das alles“, murmelte er in Bannions Richtung, ohne den Blick von der Tür zu nehmen. Ti Ma’Re stand neben ihnen im Halbdunkel. Ihre Flügel waren halb […]... mehr auf wortman.wordpress.com
Nur das flackernde Neonlicht der Reklametafel draußen fiel durch die Jalousien. Tomás saß angezogen auf der Bettkante, die Hände zwischen den Knien. Er hatte seit Tagen kaum geschlafen. Die Stadt klang nachts anders und zu viele Geräusche in den Wänden. Er hob langsam den Blick, sein Schatten lag langgezogen auf dem Boden. Tomás stand auf. […... mehr auf wortman.wordpress.com
Als Brogar die Runen auf einer der Säulen zum ersten Mal vollständig entzifferte, verstand er etwas, das die Chroniken von Salwern nie überliefert hatten. Die Zeichen waren keine Warnung, sie waren eine Beschreibung. Ein Satz tauchte immer wieder auf: „Der Schleier darf nicht reißen.“ Darunter ein älteres Wort. Ulthar-Kor. Die Zwerge kannten diese ... mehr auf wortman.wordpress.com
Zur gleichen Zeit standen Sheriff Mallory und Pater Bannion noch immer in der Kirche. „Also gut“, sagte der Sheriff. „Sie wissen etwas. Und ich glaube langsam, ich will es gar nicht wissen. Aber ich muss es.“ Bannion sah ihn lange an. Dann nickte er. „Setzen Sie sich“, sagte er und deutete auf eine Kirchenbank. Der […]... mehr auf wortman.wordpress.com
Die Schule wirkte zu eng, zu still. Lena lief durch den Hauptflur, während Gespräche dumpf und fern klangen. Als wäre Wasser zwischen ihr und der Welt. Dann sah sie es: Am Ende des Flurs fehlte die Wand. Dort, wo eigentlich die Fensterfront sein sollte, bewegte sich Wasser. Nicht draußen, sondern im Flur. Wellen rollten langsam […]... mehr auf wortman.wordpress.com
Im Zentrum der Mulde befand sich kein Körper, kein Monster und keine Kreatur im herkömmlichen Sinn. Stattdessen beschrieben alle Fragmente dasselbe Phänomen: Eine Verdichtung des Nebels, so dicht, dass sie fast wie eine Flüssigkeit wirkte. Sie pulsierte langsam wie ein Atem oder wie ein Herzschlag. Mit jedem Puls breitete sich der Nebel über Luthie... mehr auf wortman.wordpress.com
In diesem Moment hörten sie draußen ein Geräusch. Ein Motor, dann Scheinwerferlicht, das durch die bunten Kirchenfenster fiel. Ti Ma’Re bewegte sich sofort in den Schatten. Ihre Flügel legten sich eng an ihren Rücken, und sie verschmolz fast mit der Dunkelheit. Kurze Zeit später ging die Kirchentür auf. „Pater? Sind Sie hier?“ Es war Sheriff [̷... mehr auf wortman.wordpress.com
Der Wind hatte nachgelassen, und für einen Moment schien die Welt draußen nicht zu existieren. Nur die alten Mauern, der Geruch von Wachs und Staub – und die beiden Gestalten vor dem Altar. Ti Ma’Re stand regungslos und sah Bannion an. „Du sagst, ich wurde erschaffen“, sagte sie langsam. „Für einen Krieg. Aber dieser Krieg […]... mehr auf wortman.wordpress.com
Serwain trat zurück. „Also jedes Mal, wenn wir diese Runen benutzen…“ „…geben wir etwas von uns preis“, sagte Brogar. Der Zwerg hob den zerstörten Eisenstab. „Der Nebel versucht nicht nur zu nehmen.“ Er drehte den Stab im Licht. „Er lernt.“ Serwain sah hinaus in das graue Land Luthiens. Plötzlich verstand er etwas Schlimmeres. „Wenn wir... mehr auf wortman.wordpress.com
Die Silhouette war jetzt teilweise im Kreis. Es schien als würde sie versuchen, durch ein enges Tor zu dringen. Brogar schrie ein Wort in einer uralten Sprache, dann holte er aus und der Hammer traf den Boden. Ein Riss ging durch die Erde – kein physischer, sondern ein Riss im Nebel selbst. Für einen Herzschlag […]... mehr auf wortman.wordpress.com
Mein Sohn hat diese Kurzgeschichte geschrieben. Ich bin wirklich stolz, dass er neben dem Zeichnen auch gerne schreibt. Er hat gesagt, ich kann die hier präsentieren. Die Prophezeiung eines falschen Engels Ich habe nicht zugehört. Ich wollte nicht. Ich bereue es. Hier liege ich, in meinem Bett. Gefangen. Ich kann mich nicht bewegen, kann meinen [... mehr auf wortman.wordpress.com
Pater Bannion konnte in dieser Nacht nicht schlafen. Der Schatten in den Bäumen ließ ihm keine Ruhe. Immer wieder sah er die abrupt endenden Fußspuren vor sich. In all seinen Jahren hatte er viele seltsame Dinge gesehen, doch das hier fühlte sich anders an. Älter, dunkler. Er saß in seinem Arbeitszimmer hinter der Kirche. Der […]... mehr auf wortman.wordpress.com
LINA HOB DAS GERÄT VORSICHTIG AUF. DAS GERÄT BEGANN ZU BLINKEN. EIN LAUTLOSES FLUGGERÄT ERSCHIEN ÜBER DEN BÄUMEN. LICHTER DURCHSCHNITTEN DEN WALD. LINA UND TARO VERSTECKTEN SICH HINTEN DEN BÄUMEN. …UND 76 JAHRE NACH DEM ENDE DER WELT… …HATTE DER NORDEN UNS JETZT GEFUNDEN? Idee: T.R. aka Wortman Bilderstellung: ChatGPT © 2026 T.R. ... mehr auf wortman.wordpress.com
Der Wandernde Schatten war ein fester Begriff in dieser Welt. Die Zwerge nannten es in ihren Runenfragmenten Nhar’Vael, was in alter Borza-Sprache etwa bedeutete: „Das, was zwischen den Dingen geht.“ Immer wieder stellte man sich die Frage, ob Nhar’Vael ein Tier, ein Wesen oder vielleicht ein Geist; ein Phänomen mit Bewusstsein sein könnte. Das Vol... mehr auf wortman.wordpress.com
Ti Ma’Re drehte sich blitzartig um. Pater Bannion trat aus dem Schatten zwischen zwei Säulen hervor. Seine Augen musterten sie ruhig, ohne Angst. Sein Blick fiel auf ihre Flügel, dann wieder in ihr Gesicht. „Du bist also real“, sagte er leise. Ti Ma’Re sah ihn nur an. Sie legte ihren Kopf leicht schief, als würde […]... mehr auf wortman.wordpress.com
Der Regen prasselte gegen die alten Fenster der Kirche, während Pater Bannion die schwere Holztür zum Archiv aufschloss. Das Schloss klemmte wie immer, und er musste den Schlüssel mehrmals drehen, bis es endlich mit einem dumpfen Klicken nachgab. Das Archiv lag unter der Kirche. Eine schmale Steintreppe führte hinab in einen kalten, nach Staub und ... mehr auf wortman.wordpress.com
LINA UND TANO MARSCHIERTEN MIT LEICHTEN RUCKSÄCKEN DURCH DEN DUNKLEN GRENZWALD. SIE ERREICHTEN ALTE AUTOBAHNRUINEN. PLÖTZLICH ENTDECKTEN SIE FUSSSPUREN. EIN STÜCK WEITER KAMEN SELTSAME, MECHANISCHE SPUREN DAZU. EIN UNBEKANNTES TECHNISCHES GERÄT LAG IM GRAS. Idee: T.R. aka Wortman Bilderstellung: ChatGPT © 2026 T.R. aka Wortman... mehr auf wortman.wordpress.com