Tag buchtipps_und_rezensionen
Knöterich, Berufkraut, Platane. Was haben diese drei Pflanzen gemeinsam? Sie sind alle drei recht zuverlässig in europäischen Städten anzutreffen. Sie sind Stadtwildpflanzen und Autor Jonas Frei bringt sie uns in 52 Ausflügen nahe. Damit schickt er uns vor unsere Haustür und lädt uns ein, dort genau hinzuschauen. Nur das Buch können wir nicht mi... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Was passiert, wenn Fender auf Gender trifft? Eine geniale Frage. Kersty und Sandra Grether sind die richtigen, um sie zu beantworten. Weniger, weil sie als die berühmtesten Pop-Feministinnen Deutschlands gelten (sagt Birgit Fuß, Rolling Stone Germany). Sondern weil sie leidenschaftliche Musik-Fans, Musik-Journalistinnen, Musikerinnen, Label-Betr... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Die ersten Nerds, die mir begegnet sind, waren die Perry Rhodan Fans in meiner Klasse. Alles Jungs. Später folgten die Musik-Nerds. Mädchen wie ich versuchten, mitzuhalten. Das führte zu meiner ersten Begegnung mit den Gatekeepern. Jungs, die bestimmen wollten, was niedliche Schwärmerei und was echtes Fandom ist. Mädchen = Schwärmen = muss Mann ... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Ich mag Spinnen. Als Kind konnte ich tote Spinnen anfassen und lebende Spinnen über meine Hand laufen lassen. Ein wenig ging mir das verloren. Heute zögere ich und bedauere das gleichzeitig sehr.Der Autor Jan Mohnhaupt schreibt über beide Seiten, über die Lebensweise der Arachniden und über unseren Blick auf diese Tiere. Biologie und Kulturgesch... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
In den letzten Wochen bin ich in Gedanken durch Lothringen gereist. Ich habe von Städten, wie Plombières les Bains erfahren, in denen ich noch nie war. An Metz, Nancy und Lunéville habe ich neue Seiten entdeckt. Und für Orte, zu denen ich bisher keinen Zugang fand wie Géradmer und Saint Dié des Vosges, habe ich Erklärungen gefunden, warum das so... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Über 400 Seiten, ein üppiges Literaturverzeichnis, an das sich die Playlist anschließt, 11 kleingedruckte Seiten mit Songs: „Keine Macht für Niemand. Pop und Politik in Deutschland“ ist nicht gerade snackable, sondern eine ernste Angelegenheit. Es ist keine Liste von „100 politische Songs aus Deutschland, die du kennen musst“ und auch nicht „Die... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Die Bücher der Schattenspiele-Trilogie – Mutterentität, im Schatten des Leviathans und Tee-Spione – sind gerade mal so groß wie meine Hand. Ein so unübliches Buchformat passt perfekt zur progressiven Phantastik, zum Verlag Ohne Ohren und zu den Autor*innen Christian und Judith Vogt, die Weltenbau und Protagonist*innen so konsequent neu den... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Es gibt Bücher, die sind so gut, dass ich froh bin, dass ich nicht mehr in einer Buchhandlung arbeite. Denn dann würde ich „Wohnverwandschaften“ von Isabel Bogdan unbedingt empfehlen wollen – und wüsste nicht wie. Soll ich auf die Handlung neugierig machen? „Es geht um eine WG, aber nicht um junge Leute. Einer von ihnen erkrankt an Demenz und di... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Was aussieht wie ein kleiner Lese-Snack für zwischendurch ist tatsächlich eine literarische Köstlichkeit, die Herz und Geist lange nährt. Auf gut 170 Seiten erzählt Lu Wenfu die Geschichte von Gao Xiaoting, der aus ärmlichen Verhältnissen kommt, und seinem Lieblingsfeind, dem Kapitalisten und Gourmet Zhu Ziye. Für Gao ist Essen zunächst nichts w... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Bete und arbeite. Das ist die Ordensregel der Benediktinerinnen. Von gärtnern ist da nicht die Rede. Doch wer so wie die Nonnen von Fulda gärtnert, verbindet beides. Die Liebe zu Gottes Schöpfung, ein unbändiger Forschungsdrang, harte Arbeit und die Wertschätzung der Ernte zeichnen ihr Gärtnern aus. Letzteres ist kein Wunder. Nach dem Krieg war ... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Es gibt etwas, was die Faszienrolle von anderen Fitness-Moden unterscheidet: Sie hat sich in meinem Alltag bewährt. Während das Theraband zusammengeknüllt in der Ecke liegt, die Hantelbank vor sich hin staubt, kommt die Faszienrolle immer mal wieder zum Einsatz. Kurz. Zum Auflockern zwischendurch. Insbesondere dann, wenn der obere Rücken Alarm s... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Seit Jahren pflege ich eine geheime Abriss-Fantasie, das Nachbarhaus betreffend. Was wäre das für ein schöner Platz für eine Orangerie! Oder einen Schwimmteich! Egal was, nur bitte keinen fast-postmodernen Wohnblock mit beige und … ach lassen wir das. Offensichtlich bin ich mit solchen Fantasie nicht alleine. Turit Fröbe hat einen ganzen K... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Natürlich steckt hinter dem Selbstwert-Generator fundiertes, psychologisches Fachwissen – schließlich kommt er aus dem Carl Auer Fachverlag und wurde von Michael Bohne, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Sabine Ebersberger, Coach, Sozialwissenschaftlerin und Kunsttherapeutin entwickelt. Aber dem Spielkind in mir ist das jetzt schon... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Fachbücher lesen kam in den letzten Monaten zu kurz. Der Job war fordernd, das Hirn pandemisch gelähmt, die Energie für neue Themen fehlte. Wie schade das ist, merkte ich, als ich dann zu „Layout Basics“ griff. Ich selbst gestalte zwar keine Websites und auch keine Printprodukte. Aber ich arbeite sehr häufig in Projekten, in denen es darum geht,... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Jeder Baum hilft. Dann lasst uns doch einfach so viele Bäume pflanzen, dass wir damit den Klimawandel stoppen. Oder Moore renaturieren. Wenn wir schon mal dabei sind, dann können wir ja gleich mit Pflanzen die Welt retten. Irgendjemand muss es ja tun. Also los, Spaten schnappen, Loch buddeln, Baum rein. Doch ökologische Systeme sind komplizierte... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Ab und an muss es einfach eine fette Ladung Steampunk sein. »Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte » von Markus Cremer hat alles, um diesen Lesehunger zu stillen. Aberwitzige Erfindungen, Magie und Okkultismus. Ein genial-verrücktes Ermittler-Pärchen, ein schurkischer Bösewicht, Geheimgesellschaften und eine eigensinni... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Dass mich dieses Buch überfordern wird, hatte ich eingeplant. Architektur, Stadtplanung und Soziologie sind Fachrichtungen. Ich bin nicht vom Fach. Aber ich lebe in einer Stadt und ich frage mich schon länger, warum ich manche Viertel als lebendig und lebenswert erfahre – und andere nicht. Das ich mir damit schon Gedanken über „Mein Recht auf St... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Ach Leipzig. Allein die Beschreibungen des Graphischen Viertels Leipzig sind für mich ein guter Grund, Kai Meyers „Die Bücher, der Junge und die Nacht“ zu lieben. Um 1930 gab es dort über 2000 Betriebe rund ums Buch: Druckereien, Buchbinder, Antiquariate und Buchhandlungen. Darunter Manufakturen und kleine Handwerksbetriebe, aber eben auch Produ... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Es gibt Menschen, die können sich in Landkarten vertiefen wie in Bücher. Ich gehöre da eigentlich nicht dazu – außer, es handelt sich um eine historische Karte von einer Gegend, die ich kenne. Dann wird auch für mich eine Landkarte zu mehr als einem Handwerkszeug, das mir hilft, von A nach B zu kommen. Dann erzählt auch mir eine Karte Geschichte... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
In diesem Jahr leide ich definitiv an Vitamin-M-Mangel. Museen und Reisen kamen zu kurz. Aber immerhin habe ich das geschafft, was wir Wessis meiner Meinung nach immer noch viel zu selten tun: Ich war im Osten unterwegs. Diesmal führte mich die Route von Leipzig aus über Land nach Zwickau. Gelockt hat mich die große Landesausstellung „Boom. 500 ... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Wer hat den Göttern Handys gegeben und was ist im Londoner Abwasser, dass ein Riesenmaulwurf entstehen konnte? Wie bitte kommt ein ehemaliger Kampfjet-Pilot, der direkt aus einem Thriller von Tom Clancy entsprungen sein könnte, in einen Fantasy-Roman? Ist es noch Urban Fantasy, wenn zwar die Tunnel unter London ein wichtiger Schauplatz sind, die... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Ein Monat auf dem Land – der Buchtitel könnte in die Irre führen. Daher eines vorneweg: Das hier ist kein britischer Landhauskitsch. Ganz im Gegenteil. „Ein Monat auf dem Land“ von J.L. Carr ist etwas ganz anderes: Es ist fein. Ruhig. Wohltuend. Es erzählt von der unglaublichen Fähigkeit des Menschen, wieder ganz zu werden. Sich zu h... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Für dieses Buch habe ich zwei Anläufe gebraucht. Beim allerersten reinlesen in den schaurigen, skurrilen Fantasy-Krimi war mir das alles zu laut, zu schrill. Erst beim zweiten Mal passten meine Lesestimmung und der erste Band der „The Stranger Times“-Reihe besser zusammen. Damit erging es mir so, wie jedem einzelnen Mitglied der Redaktion der na... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Es ist eine faszinierende Welt, die Oliver Plaschka entworfen hat. Ein fantastischer Ort jenseits unserer Realität, verborgen von schweren Sturmwolken, zusammengehalten nur von der Phantasie, bevölkert von Träumen. Weit und eng zugleich. In dieser Welt entwickelt sich ein klassisches Drama um einen alten König, einen jugendlichen Helden mit rein... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Ich war in Chemnitz und es war schön, spannend und inspirierend. Aber die Kulturhauptstadt habe ich nicht gefunden. Vielleicht hatte ich mir etwas anderes vorgestellt – eine Bundesgartenschau für Kunst und Kultur. Vielleicht war auch Ende März einfach zu früh. Das Schmidt-Rottluff Haus war noch nicht fertig, das Fenster zur Erdgeschichte in Wint... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
„Exit this city“ stellt die Welt, wie wir sie kennen, auf den Kopf – und entwickelt doch das, was wir erleben, konsequent weiter. Indien ist dank seiner Hightech-Firmen der Sieger des Globalisierungsrennens. Tagestemperaturen weit über 40 Grad sind dort normal geworden. Überleben ist nur mit Hitzeanzügen möglich. Deutschland ist hingegen nur noc... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Ein Wald, der zum Urwald wurde, weil er im Niemandsland zwischen BRD und DDR lag. Etwas, was Wald genannt wird, aber eine Forst-Plantage ist. Ein Waldstück, das ein fürstliches Jagdgebiet war. Bäume, die auf Dünen wachsen. Die Wälder, die Helmut Schreier für sein Buch ausgewählt hat, sind klug zusammengestellt. So unterschiedlich, wie sie sind, ... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Es hat seine eigene Ironie, dass ich dieses Buch exakt dann ausgelesen hatte, als meine Blog-Flaute begann. In „Versuchen Sie’s mal mit Schreiben!“ geht es um genau das, was ich in der Phase gebraucht hätte: Schreiben als Weg, als Tool, um Persönlichkeitsentwicklung zu begleiten, als nahezu therapeutisches Werkzeug – ohne dabei die Kreativität u... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Bei diesem Buch habe ich mir gewünscht, das Lachen der Autorin hören zu können. Ich stelle mir ihr Lachen als herzlich, warm, verbindend und lebhaft vor. Überhaupt würde ich mich gerne mit ihr einen Abend lang über Gott und die Welt unterhalten und mehr über ihren Blick auf Deutschland und das Leben erfahren. Evelyne Waithira Müller ist gebürtig... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Wenn eine Kleinstadt immer größer wird, was braucht sie dann? Mehr Infrastruktur! Ein Kongresszentrum, ein Parkhaus und und und … Als die Eilenburger ihren zweiten Südbahnhof eröffnen, merken sie, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes keinen Plan haben. Nach langer Sitzung und vielen Gutachten fasst der Stadtrat einen Beschluss. Eine Kartographi... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Dass ich noch einmal einen Management-Ratgeber lese, war so nicht geplant. Meine Karriereplanung ist genauso abgeschlossen wie meine Familienplanung. Es waren die Begriffe »empathisch« und »Mitgefühl« die mich bei Lunia Haras Buch elektrisierten. Sollte es jetzt wirklich in den Führungsetagen angekommen sein, dass da nicht eine Ressource am Schr... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Stell dir eine KI vor, die zwei klare Hauptaufgaben hat: das Raumschiff verteidigen und dafür sorgen, dass es der Mannschaft gut geht. Über die Jahrhunderte hinweg entwickelt sich so eine KI, die ebenso kämpferisch wie fürsorglich ist. Um ihre Aufgabe besser zu erfüllen, agiert sie als dezentrales Netzwerk. Sie ist genauso das Raumschiff wie all... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Zweimal in meinem Leben war ich die Adressatin in einem Coming-out. Menschen, die mir schon lange nahe standen, erzählten mir etwas sehr Persönliches. Etwas, von dem sie dachten, dass ich es wissen sollte. Etwas, was für sie eine neue Lebensphase einleitete. Und in beiden Fällen war mein erster Gedanke: Ah, das erklärt einiges. Gefolgt von: Dank... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Ich habe ihn gefunden, den einen Fantasy-Roman, der (fast) ohne Brutalität, Gewalt und ganz ohne Schlachtengetümmel daher kommt: „Der Winterkaiser“ von Katherine Addison ähnelt einem Kammerspiel. Als bei einem Unglück der Kaiser und seine Thronfolger ums Leben kommen, findet sich Maia, der ungeliebte Sohn des Kaisers, auf einmal auf dem Thron wi... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Zu allererst: Liza Grimm kann schreiben. Dieses Buch ist einfach handwerklich gut. Das beginnt bei den abwechslungsreichen Satzlängen und hört bei den guten, realistischen Dialogen noch lange nicht auf. Dann dieser Weltenbau der Hexen, Geister und Tarot, eine Welt voller Magie und das tatsächliche Edinburgh ganz locker miteinander verknüpft. Der... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Es hat immer seinen ganz eigenen Reiz, Männer zu beobachten, die um ihre Schwanzspitze kreisen. Damit könnte ich meinen Blog-Beitrag zu „Geteilte Nächte – Erotiken des Surrealismus“, diesem eigenwilligen Lesevergnügen, bereits beenden. Auch wenn Quickies reizvoll sein können wäre das selbst für mich zu kurz. Da geht es also sch... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Kunst für Kinder – diesem Thema widmen sich mehr Bücher, als ich Kinder im Museum sehe. Manche hoffen auf die Neugier von Kindern, doch diese muss beim Thema Kunst meist erst durch einen Impuls außerhalb des Buches geweckt werden. Andere Kunstbücher für Kinder setzen auf die kindliche Kreativität. Doch nicht jedes Kind traut sich, im Anblick gro... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Ich könnte selbst so einen Sherpa wie John Chu gebrauchen. Allerdings müsste er mir nicht durch Boss-Level helfen, sondern mir erst einmal die Steuerung aktueller Spiele erklären. Ich mochte und mag Games wie das ruhige Taucherspiel »Endless Ocean« und die endlosen Murmelbahnen von »Kororinpa» für die WII, habe aber auch schon viele Spiele gleic... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Emphatisch oder nicht – diese Frage kann über Leben und Tod entscheiden. Denn immer, wenn die intergalaktische Gemeinschaft eine neue Spezies entdeckt, ist genau das die Schlüsselfrage. Nur empathische Zivilisationen dürfen bestehen. Alle anderen werden ausgelöscht. Entschieden wird das durch einen Song Contest. Landen die Neuen auf dem letzten ... mehr auf blog.geschichtenagentin.de
Ich mag absurde Geschichten und ich mag Spinnen. Also hätte mich der Science- Fiction-Roman »Spaceman of bohemia. Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt« begeistern müssen. Hat er aber nicht. An der Story lag das nicht. Ein Mann auf einer Mission im Weltall begegnet einem spinnenähnlichen Alien. Man nimmt Kontakt auf, kommt ins Gespräch.... mehr auf blog.geschichtenagentin.de