Tag proust_band_7
“ Er ist davon überzeugt , daß in allen kriegerischen Kulturen die Frau eine demütige und unterdrückte Rolle gespielt hat. Man wagt ihm nicht entgegenzuhalten, daß im Mittelalter die Damen der Ritter und Dantes Beatrice ihren Platz vielleicht auf einem ebenso hohen Thron einnahmen wie die Heldinnen des Monsieur Besque.“ Ich lese das ... mehr auf xeniana.wordpress.com
Am Abend fuhr ich durch den Wind zurück nach Hause. Die Wellen brachen sich grau an der Kaimauer. Ein Graureiher stand mit den Füßen im Schlick- ruhig beobachtend. Hinter ihm aufgeregt kreischende Möwen. Er unbewegt. Ich beobachtete das meinerseits eine Weile – angetan vom ruhigen Stoizismus. Die kleine Blume die jemand neben einen S... mehr auf xeniana.wordpress.com
Es beginnt immer mit Selbstlosigkeit, sagt C, dann Moralität und dann Erpressung für das Gute das Schöne. der: Wer nicht für uns ist -ist gegen uns. Kriegsrhetorik. Norpois im Gespräch mit Charlus. “ Schon erbebt das gehetzte Germanien in namenlosen Entsetzen unter dem Hufschlag der russischen Reiter.“ Die Bedrohung ist real sa... mehr auf xeniana.wordpress.com
Kiellinie am Morgen: Die Buden halten ihre Läden noch geschlossen. Es ist nur wenige Minuten nach neun. Segelboote wiegen sich leicht. Möwen kreisen mit ihrem Gelächter über der zu erwartenden Futterquelle. Marineschiffe im Morgendunst. Im Bundeswehrzelt wird später für Abenteuer und Pflicht geworben werden, während sich die trinkende und essend... mehr auf xeniana.wordpress.com
„In solchen Fällen bedauert man eher die, die man nicht kennt, die man sich nur vorstellt, als diejenigen die ganz dicht neben einem dahinexistieren.“ Das Nicht Z zu Ende Geborene, das nicht Zugehörige wirft seine Projektionen an jede Leinwand die sich bietet, sagt C. Und setzt hinzu: Patriotismus ist Heimat, bietet Gefäß-man ist für... mehr auf xeniana.wordpress.com
Auf Anraten des Anwalts.. Über den Fahrradweg schieben sich weiße Flocken. Wanderdünen aus Schaum. Pappelschnee. Ein Bild taucht auf. Wir schlendern über die Peißnitzinsel. Susa erzählt von ihrer Ausbildung die beginnen wird. Es ist 1986. Pappelschnee weht an der Aue entlang. Am Kulturhaus Fritz Weineck holen wir uns Eis. Die Pioniereisenbahn ra... mehr auf xeniana.wordpress.com
“ Er verkehrt mit niemanden mehr und niemand empfängt ihn. „ “ sie finde ihn verbraucht, abgetan und altmodisch- vorkriegsmäßig.“ […]
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Vielleicht ist unser Leben gar nicht ein Leben, sondern eine Anreihung verschiedener Leben aneinander. Vielleicht lesen wir uns mit verbundenen […]
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Vielleicht ist unser Leben gar nicht ein Leben, sondern eine Anreihung verschiedener Leben aneinander. Vielleicht lesen wir uns mit verbundenen Augen, ohne den Motiven die uns antreiben wirklich auf den Grund gehen zu können. Im übertragenen Sinne ist es das, was ich aus den täglichen zwei Seiten Proust heute herauslese. ———- M... mehr auf xeniana.wordpress.com
Am Morgen brachte mir der Briefträger zur frühen Stunde Lektüre zum Vorkrieg. Es ging im ersten Artikel um Rüstungsausgaben, um das Überzeugen der Bürger- alles sei nur zu ihrem Besten. Francoise in der Recherche betrachtet Marcel besorgt, weil er so schweißgebadet ist. Hier ist niemand schweißgebadet. Es ist kühl. Francoise hat ein paar n... mehr auf xeniana.wordpress.com
Grandhotel Balbec – Liftboy “ Offenbar war der Liftboy es müde, in dem geschlossenen Käfig des Aufzugs auf- und niederzusteigen, und die Stufen des Treppenhauses genügten ihm nicht mehr. „ Saint Loup erzählt, dass der Liftboy ihn gebeten habe ihn bei den Fliegern unterzubringen. ——-+ Morgens erwacht von einem Schrei... mehr auf xeniana.wordpress.com
Leider habe ich bei der Anpassung meines Blogs und der Themes dezente Schwierigkeiten. Deswegen veröffentliche ich diesen Kommentar, der mich zum Nachdenken bringt – auf diese Weise. Er bezieht sich auf: Warum Proust lesen? Danke LitterArt. https://litterart.wordpress.com
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Saint Loups Heldenmut wurzelt in einer Ausweichbewegung des Ichs. So formuliert es Proust.und weiter: Sich selbst gering achten, bereit sein alles zu opfern- Vermögen, Rang, das eigene Leben. Das individuelle Schicksal wird bedenkenlos in den Dienst einer größeren Sache gestellt. Der Kern wird geopfert, das Selbst zur bloßen Schale. Heroismus als M... mehr auf xeniana.wordpress.com
Proust schrieb einen großen Teil der Recherche in einem aus Kork ausgekleideten Zimmer. Er schottete sich ab vom Leben, vom Alltag, schrieb nachts. Die Welt blieb draußen, der Körper wurde immer weniger. Wie in Bernstein- eingeschlossen. Der Körper, der auf Grund des schweren Asthmas keine Luft mehr bekam und kaum noch Nahrung aufnehmen konnte, sti... mehr auf xeniana.wordpress.com
——————————– Oriane taucht auf. Ein Gerücht macht die Runde “ Er fuhr förmlich auf und versicherte mir, daß davon keine Rede , dies vielmehr nur eines der in der Gesellschaft umlaufenden Gerüchte, deren erwiesene Falschheit diejenigen, die daran geglaubt haben, nicht vorsichtig ... mehr auf xeniana.wordpress.com
In der heutigen Proustlektüre Naturbeschreibungen. Abendrot, das sich irrisierend über die Wiese bewegt. Baumschatten unter vereinzelt stehenden Bäumen „wie suchende Seelen.“ ———– Der Schatten des Lindenbaumes vorm Haus mäandert über das Gras im Morgenlicht. Das Pflegemobil hält nun auf der anderen Straßenseite. ... mehr auf xeniana.wordpress.com
In der heutigen Proustlektüre Naturbeschreibungen. Abendrot, das sich irrisierend über die Wiese bewegt. Baumschatten unter vereinzelt stehenden Bäumen „wie suchende Seelen.“ ———– Der Schatten des Lindenbaumes vorm Haus mäandert über das Gras im Morgenlicht. Das Pflegemobil hält nun auf der anderen Straßenseite. ... mehr auf xeniana.wordpress.com
Paris im ersten Weltkrieg. In den Restaurants wird um 21.35 das Licht gedimmt. …“ fand um neun Uhr fünfunddreißig in jenem geheimnisvollen Halbdunkel statt, wie es in einem Zimmer, in dem man eine Laterna magica vorführt.“ Polizeiverordnung: Ab zehn wird die Stadt verdunkelt. Marcel geht durch das verdunkelte menschenleere P... mehr auf xeniana.wordpress.com
Paris im ersten Weltkrieg. In den Restaurants wird um 21.35 das Licht gedimmt. …“ fand um neun Uhr fünfunddreißig in jenem geheimnisvollen Halbdunkel statt, wie es in einem Zimmer, in dem man eine Laterna magica vorführt.“ Polizeiverordnung: Ab zehn wird die Stadt verdunkelt. Marcel geht durch das verdunkelte menschenleere P... mehr auf xeniana.wordpress.com
Proust denkt über Bloch nach, den er verehrt. Gleichzeitig wird diese Verehrung von einer Erinnerung gekreuzt. War nicht Bloch dafür verantwortlich Misstrauen zwischen ihm und Albertine gesät zu haben? Hatte Bloch nicht bewirkt, dass Albertine gegangen war? „Überreste von Erinnerung nennt er es „ein Gleis, das mitten im Brachland mehrer... mehr auf xeniana.wordpress.com
Proust denkt über Bloch nach, den er verehrt. Gleichzeitig wird diese Verehrung von einer Erinnerung gekreuzt. War nicht Bloch dafür verantwortlich Misstrauen zwischen ihm und Albertine gesät zu haben? Hatte Bloch nicht bewirkt, dass Albertine gegangen war? „Überreste von Erinnerung nennt er es „ein Gleis, das mitten im Brachland mehrer... mehr auf xeniana.wordpress.com
Das langsame Lesen – jede Seite ein Schlüssel zu einer anderen Welt. Ich befinde mich im Salon der Madame Verdurin, der nun im Aufstieg begriffen ist. Die Themen sind andere als vor dem Krieg. Während man früher hier Affären durchhechelte, trifft man sich nun fünf Uhr um den Krieg zu besprechen. Morel, der damals vor […]... mehr auf xeniana.wordpress.com
Das langsame Lesen – jede Seite ein Schlüssel zu einer anderen Welt. Ich befinde mich im Salon der Madame Verdurin, der nun im Aufstieg begriffen ist. Die Themen sind andere als vor dem Krieg. Während man früher hier Affären durchhechelte, trifft man sich nun fünf Uhr um den Krieg zu besprechen. Morel, der damals vor […]... mehr auf xeniana.wordpress.com
Zwei Seiten täglich- so hatten wir es ausgemacht. Nicht zwanzig Seiten- so las Jochen Schmidt : “ Schmidt liest Proust“ die Recherche – nein zwei Seiten. Die seien machbar schreibt A. Wenn es mehr würden werde sei das ja nicht weiter tragisch, nur drunter bleiben wolle sie nicht. Während A. mit dem ersten Band von […]... mehr auf xeniana.wordpress.com
Zwei Seiten täglich- so hatten wir es ausgemacht. Nicht zwanzig Seiten- so las Jochen Schmidt : “ Schmidt liest Proust“ die Recherche – nein zwei Seiten. Die seien machbar schreibt A. Wenn es mehr würden werde sei das ja nicht weiter tragisch, nur drunter bleiben wolle sie nicht. Während A. mit dem ersten Band von […]... mehr auf xeniana.wordpress.com